Daisy Chapman - The Green Eyed - Cover
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Daisy Chapman The Green Eyed


  • Label: Dandyland/CARGO
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die aus der südwestenglischen Hafenstadt Bristol stammende Daisy Chapman kennt der geneigte Indie-Musikfreund sowohl als Solokünstlerin, wie auch als Mitglied der gelobten Bands Crippled Black Phoenix und Scarlatti Tilt.

Mit „The Green Eyed“ legt die Sängerin und Songschreiberin ihren mittlerweile zweiten Solo-Longplayer vor, der wie schon der letztjährige Vorgänger „And There Shall Be None“ (02/2009) auf eine äußerst reduzierte Instrumentierung setzt, bei der sich Frau Chapman hauptsächlich am Piano begleitet und nur vereinzelt Unterstützung von dezenter Percussion, einer Gitarre oder auch einer Trompete erhält.

Wesentlich präsenter, aber in keiner Weise aufdringlich, agiert zudem ein vierköpfiges Streicherensemble, das den zehn Songs die notwendige Dramatik verleiht, was sich für den Spannungsbogen des Albums als extrem wichtig herausstellt. Denn bei so einer minimalistischen Klangkulisse ist es entscheidend, ob und wie man den Hörer bei der Stange hält. Daisy Chapman schafft dies, indem sie ihren Indie-Popsongs Einflüsse u.a. aus jüdischer Klezmer-Volksmusik und lateinamerikanischem Tango beifügt („Madame Jeneva“, „Oh daddy“).

Daraus resultiert ein ebenso reizvolles wie charmantes Album mit tollen Songs wie „Stay with me“ und „The piano“ (um nur zwei zu nennen) sowie überraschend umgesetzten Coverversionen wie die eigentlich als ausgelutscht geltende Johnny-Cash-Nummer „Ring of fire“ als Klezmer-Tango-Mischung und der Rihanna-Überhit „Umbrella” als akustische Pianoversion mit Gänsehautgarantie, die man gehört haben muss!

Anspieltipps:

  • Umbrella
  • The piano
  • Stay with me
  • The green eyed
  • Does she know what I know?

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