The Roovers - A Sweet Invitation To A Romantic Massacre - Cover
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The Roovers A Sweet Invitation To A Romantic Massacre


  • Label: Revolver/CARGO
  • Laufzeit: 64 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach einem Besetzungswechsel am Schlagzeug und dem Verzicht auf eine zweite Gitarre im Sound der Roovers bestehen sie zum aktuellen, zweiten Album „A Sweet Invitation To A Romantic Massacre“ aus Richard Lehmann, Peter Jänicke, Bastian Friemel sowie Michael Sachse. 2005 kam die erste EP „Nothing Special“, zwei Jahre später schließlich der selbstbetitelte Debüt-Longplayer, eingerahmt von jeder Menge Konzerten in Deutschland und Österreich. Ihre losgelöste Interpretation von Rock-Musik mit deutlichen Anleihen in den 60´ern und 70´ern ist eben auch dafür gemacht, in heißen Clubs die Lederjacke am Schweiße des Angesichts zu reiben. The Roovers nehmen sich das zu Herzen und spielen das neue Werk zum größten Teil live ein.

Sieht man vom gruseligen Artwork (leichtbekleidete Dame reitet auf Schlange, während sich die Band mit Baseballschläger hinter Verstärkertürmen der „großen“ Gefahr stellt) und dem genau so pathetisch wie belustigenden Albumtitel ab, zündet der Funke spätestens bei „Into The Roll“. Die Orgel jault, die Gitarren-Riffs drücken und auch der Sound punktet durch raue Live-Atmosphäre samt Garagen-Flair. Daran gibt es nichts auszusetzen, denn man merkt dem Quartett in jeder Sekunde den Spaß an, den sie beherzt im Rock´n´Roll unterbringen. Immer wieder schmückt die Orgel das kantige Gesamtkonstrukt und gibt so dem unter´m Strich bodenständig soliden Rock einen wichtigen Akzent.

Für viel mehr Akzente reicht es dann jedoch nicht, zumindest wenn man mehr will, als Party-Stimmung und frei aufspielende Riffs, räudige Drums, die dem zwischen Angriffslust und Melodie pendelndem Gesang die Steilvorlage liefern. Manchmal reicht es eben auch, einfach und schnörkellos den Ballast wegzurocken und dabei schlichte Mitsing-Refrains der Marke „My Revolutionary Friend” zu platzieren, die auch nach dem fünften Bier noch gut von den Lippen gehen. Ob “Blue Honey” danach oder das ruhige “Home” davor – für Freude ist bei den Roovers gesorgt. Wie lange sie anhält, ist erst einmal wenig entscheidend, wenn es sich um Konzerte handelt. Für die Konserve muss ein ordentliches Album herhalten, ohne zu überwältigen.

Anspieltipps:

  • Into The Roll
  • Home
  • My Revolutionary Friend
  • Love Is A Lie

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