Francis Rossi - One Step At A Time - Cover
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Francis Rossi One Step At A Time


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Francis Rossi? Das ist doch der Frontmann der Boogie- und Partyrockgruppe Status Quo! Was will denn dieser nach ungefähr 120 Millionen verkauften Tonträgern und ca. 6.000 Live-Auftritten mit einer Soloplatte bewirken? Schließlich ist kaum eine Band dermaßen in ihrem ureigenen Sound verwurzelt wie die ehemalige Londoner Schülerband.

Warum Herr Rossi im zarten Alter von 61 Jahren auf die Idee gekommen ist, nach bald 50 Jahren als Sänger und Gitarrist von Status Quo nochmals ein Soloalbum einzuspielen (sein Solodebüt „King Of The Doghouse“ liegt nämlich auch schon wieder 14 Jahre zurück), erklärt er damit, dass sich im Laufe der vergangenen Jahre so viele von ihm geschriebene Songs angesammelt haben, die nicht zu Status Quo passen, dass es wieder einmal Zeit für ein Soloalbum wurde.

Doch hört man sich die zehn Tracks auf „One Step At A Time“ an, mag man gar nicht glauben, dass das vorliegende Songmaterial so gar nicht zu Status Quo passen soll. Klar, es fehlt der Gesang und die zweite Gitarre seines kongenialen Kollegen Rick Parfitt (61), doch die legendären Boogie-Rock-Wurzeln seiner Hauptband kann Francis Rossi auch auf seinem Soloritt nicht verleugnen („Sleeping on the job“, „Crazy for you“, „Here I go“). Gelohnt hat sich der 35 Minuten kurze Soloausflug dennoch! Denn zwischen den charakteristischen Status-Quo-Anleihen finden sich mit „Tallula’s waiting“, „One step at a time“, „If you believe“ und „Rolling down the road” tatsächlich ein paar Stücke, die als Status-Quo-Nummern für Erstaunen gesorgt hätten.

Jetzt fährt Francis Rossi das Lob für diese gelungenen musikalischen Seitenblicke eben alleine ein. Auch gut – so wie im übrigen das gesamte Album, das ohne bemerkenswerte Niveauschwankungen durchläuft und einfach Spaß macht. Schließlich ist es auch eine Kunst, herrlich simple und eingängige Songs zu schreiben, die nicht nach Ballermann und Dieter Bohlen klingen.

Anspieltipps:

  • Crazy for you
  • Faded memory
  • Tallulah’s waiting
  • Rolling down the road

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