Dia. - Auf Dem Weg Zu Mir - Cover
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Dia. Auf Dem Weg Zu Mir


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 60 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Deutsche Liedermacherkunst ist durchaus weit verbreitet – siehe Reinhard Mey, Bettina Wegner, Klaus Hoffmann oder Barbara Thalheim –, hat aber zwischen Schlager, Pop und Volksmusik einen schweren Stand. In den Charts spielt sich davon jedenfalls nur sehr wenig ab, auch wenn dies gewiss nicht das Maß aller Ding ist.

Dennoch: Die Frage nach dem Warum beantwortet wieder einmal mit Nachdruck ein Album wie das Debüt der jungen Songschreiberin und Sängerin Klaudia „Dia.“ Zimmermann. Angekündigt als akustischer Gitarrenpop, entpuppt sich „Auf dem Weg zu mir“ als Machwerk zwischen biederem Betroffenheitsgeschrammel („Ich lebe“, „Ohne Worte“) und meditativen Entspannungsübungen auf der Gitarre („Loslassen“, „Der Geiger“) auf Basis gefühlsduseliger Texte auf Schlagerniveau. Viermal „auf“ in einem Satz? Hm, scheinbar löst das vorliegende Album Schluckauf beim Rezensenten aus.

Auch Frau Zimmermanns mehr oder weniger sinnliche Stimme, der in besonders dramatischen Momenten mit einer amtlichen Portion Hall nachgeholfen wird, kann beim Hörer nicht wirklich punkten. Denn was die junge Dame in ihren Texten kundtut, ist genau das, was bei Männern Fluchtgedanken auslöst („Auf dem Weg zu mir“, „Leben“) und jeden Anflug von Spaß bereits im Keim erstickt, wie auch eine um die Explosivität des Originals beraubte Coverversion von „Ich will alles“ (Gitte Haenning) zeigt. Also alles in allem nichts, wonach sich der Musikfreund die Finger schleckt.

Anspieltipps:

  • Deine Augen
  • Es ist wie es ist
  • Immer wenn ich dich sehe

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