Chakuza - Monster In Mir - Cover
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Chakuza Monster In Mir


  • Label: Ersguterjunge/Sony Music
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Monster in mir“ ist das dritte Soloalbum von Ersguterjunge-Rapper Chakuza (29). Es kam wie seine beiden Vorgänger in die Top 10 der deutschen Album-Charts und setzt die positive künstlerische Entwicklung des Österreichers fort, der seine Wahl-Heimat Berlin inzwischen verlassen hat und wieder in seiner Geburtsstadt Linz lebt. Mit dem Rückzug aus Deutschland als Lebensmittelpunkt geht zudem auch Chakuzas Entscheidung einher, dem Rap in Zukunft abzuschwören und neue Wege einzuschlagen.

Welche genau das sein werden, ist noch nicht bekannt. Der „Abschied“ vom Rapper Chakuza wird dem Publikum allerdings nicht leicht gemacht. Denn mit „Monster in mir“ legt der 29-Jährige ein gelungenes Werk mit freshen Beats aus der zusammen mit DJ Stickle betriebenen Beatlefield-Werkstatt vor. Insgesamt zeigt sich der Österreicher auf dem Silberling hörbar gereift und erwachsen, vergisst darüber hinaus aber nicht die Zutaten für ein straßen- bzw. zielgruppentaugliches Rap-Album, das mit jedem Hördurchgang zulegen kann

Darauf wechseln sich persönliche Texte („Blind. Stumm. Abgefucked“, „Schwarzer Mann“, „Cowboy“) mit witzigen Wortspielen („Ich hör sie reden“, „Welt auf meinen Schultern“), versauten Dicke-Hose-Ansagen („Junglestadt“, „Randalieren“, „Assozial & Fame“) und Battleraps („Monster“, „Wunderland“) ab. Mit dieser gekonnten Mischung aus ernsthaften Inhalten, die nicht gekünstelt und übertrieben wirken, spaßigen Reimen und sympathisch verklausulierten Seitenhieben auf das Business und Rap-Kollegen, bei denen der gelernte Koch von Bizzy Montana, Nazar, Max, Raf Camora und Sera Finale unterstützt wird, legt Chakuza nicht nur sein bis dato bestes Album, sondern auch eines der bemerkenswerteren Deutsch-Rap-Werke des Jahres 2010 vor.

Anspieltipps:

  • Monster
  • Cowboy
  • Junglestadt
  • Alarmsignal
  • Ich hör sie reden

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