Xavier Rudd - Koonyum Sun - Cover
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Xavier Rudd Koonyum Sun


  • Label: Anti Records
  • Laufzeit: 53 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein richtig tolles Sommeralbum!

Der australische Singer/Songwriter Xavier Rudd (32), der für sein Leben gern jegliche Art von Musik durcheinander mixt, hat eine wirklich erstaunliche Bilanz, wenn es um die Regelmäßigkeit seiner Albumveröffentlichungen geht. Seit seinem 2002er Debüt „To Let“ zählen inklusive des aktuellen Werks „Koonyum Sun“ inzwischen neun Studio- und Live-Longplayer zu seinem Katalog. Durch die zeitversetzten Veröffentlichungen in Europa erscheinen die kreativen Auswüchse des 32-Jährigen sogar noch geballter und der Platz im Regal wird langsam knapp.

Seit geraumer Zeit tritt Xavier Rudd zusammen mit dem Bassisten Tio Moloantoa und dem Perkussionisten Andile Nqubezelo als Xavier Rudd & Inzintaba live auf. Dabei geben die Musiker ihre Interpretation afrikanischer Musik zum Besten, die selbst für einen vielseitigen World-Music-Songwriter wie Xavier Rudd noch mal eine ganz neue Quelle der Inspiration darstellt. Auf „Koonyum Sun“ hört man die Drei nun erstmals zusammen im Studio, wo sich die Musiker das Songwriting brüderlich geteilt haben.

Für Xavier Rudd ist diese Gemeinschaft mit seinen neuen Brüdern im Geiste eine der größten Inspirationen in seiner Karriere als Songschreiber, die vorerst in 13 Tracks für „Koonyum Sun“ mündet und schon beim Opener „Sky to ground“ für Gänsehaut sorgt. Der Australier präsentiert einen schleppenden Reggae mit afrikanischen Chorgesängen und ungewöhnlich starkem Hall auf seiner Solostimme. Das sorgt für eine sehr spezielle Atmosphäre, die sich problemlos durch das gesamte Album zieht und den Ton angibt für die nächsten 50 Minuten.

Das Zusammenspiel aus der für Xavier Rudd typischen Mixtur aus Folk, Blues, Funk und vor allem Reggae, ergänzt um die Komponente „afrikanischer Gesang“, die nicht übertrieben, sondern wohldosiert eingesetzt wird, ergibt ein herrlich entspanntes Werk, dem nicht der inflationär eingesetzte Stempel „World Music“ anhaftet. Xavier Rudd spielt mit den Kulturen und bringt sie wie selbstverständlich zusammen. Dabei wirkt nichts verkrampft oder gar ausgelutscht. Denn Xavier Rudd ist natürlich nicht der Erste, der sich die musikalische Verbindung verschiedener Kulturen vorgenommen hat. Er schafft es allerdings, dass die Songs auf „Koonyum Sun“ aufregend und frisch und nicht oberlehrerhaft und hölzern daherkommen. Fazit: Ein richtig tolles Sommeralbum!

Anspieltipps:

  • Breeze
  • Time to smile
  • Sky to ground
  • Soften the blow
  • Love comes & goes
  • Fresh green freedom

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