Gary - One Last Hurrah For The Lost Beards Of Pompeji - Cover
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Gary One Last Hurrah For The Lost Beards Of Pompeji


  • Label: Siluh Records/ALIVE
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach all den Jahren, die nach der Veröffentlichung von „The Lonely Cnorve Machine” ins Land gezogen sind, hatte man Gary eigentlich schon als einmalige Angelegenheit abgetan.

Gary? Da war doch mal was! Ist zwar schon ewig her, aber der Name ist hängen geblieben. Damals, vor gut acht Jahren brachte der österreichische Schauspieler Robert Stadlober (u.a. „Crazy“, „Sonnenallee“, „Engel & Joe“, „Berlin am Meer“) im Alter von 19 Jahren unter dem Bandnamen Gary das von Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Donots, Harmful) produzierte, charmant-verschrobene Indie-Rockalbum „The Lonely Cnorve Machine” (03/2002) auf den Markt, mit dem sich Stadlober (27) auch musikalisch als unkonventioneller Künstler positionierte.

Nach all den Jahren, die nach der Veröffentlichung von „The Lonely Cnorve Machine” ins Land gezogen sind, hatte man Gary eigentlich schon als einmalige Angelegenheit abgetan. Doch Robert Stadlober blieb der Musik immer treu. Er gründete zusammen mit Bernhard Kern das Indie-Label Siluh Records mit Sitz in Wien, spielt mit ihm in der Band Escorial Gruen und arbeitete mit wechselnden Besetzungen auch an neuen Gary-Songs. Und siehe da, jetzt sind Gary auch auf Platte zurück!

Im neuen Line-up, bestehend aus Astrid Noventa (Keyboards, Gesang), Rasmus Engler (Schlagzeug) und Robert Stadlober (Gesang, Gitarre, Musik, Texte), entstanden unter der Ägide von Produzent Tobias Siebert (Samba, Delbo, Klez.e, Kettcar) ein Dutzend Songs, die den leicht schrägen Charme des Debüts aufnehmen, aber deutlich gereifter und künstlerisch gefestigter klingen. Siebert arbeitete mit Gary die Essenz aus den in den vergangenen Jahren angesammelten Demos heraus und verpasste dem Album einen authentisch rauen Klang. Natürlich hört man den Kompositionen dabei noch immer die stilistischen Vorbilder Stadlobers an (z.B. Teenage Fanclub, The Lemonheads, Guided By Voices), die den geneigten Hörer nicht nur musikalisch zurück in die 90er Jahre versetzen. Denn hier wird der Soundtrack einer Jugend weiter geschrieben, der allerdings ebenso gut in das Hier und Jetzt passt.

Mit sehnsüchtigen Texten („John Peel and the dragon of steel”), nicht immer standfester Stimme („If god invented the Imbus Popimbus, then where does he live now?“), liebevollen Schrammelgitarren („Ocean motion devotion“), ein paar ganz wunderbaren Melodien („Leave me“, „Lead one dame“, „Snowy chalet whiskey fair“, „Will you“) und geschmackssicher platzierten Streichern („Summer of the century“, „Detroit destroyed the trunk dragon“, „My pace“) gelingt Gary ein rundum erfrischendes Album, das unbeschwerten Indie-Gitarrenpop frisch von der Leber präsentiert. Fein!

Anspieltipps:

  • Will you
  • My pace
  • Leave me
  • Lead one dame
  • Ocean motion devotion
  • Snowy chalet whiskey fair

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