Elimination - Destroyed By Creation - Cover
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Elimination Destroyed By Creation


  • Label: Rising Records
  • Laufzeit: 62 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Aus England kommen mittlerweile nicht nur pausenlos den Pop umarmende Muttersöhnchen, sondern auch geerdete Mannsbilder, die mit (Zitat des beiliegenden Waschzettels) „tonnenschweren Stahleiern“ durch die Gegend hüpfen. Elimination gehören jedenfalls zu dieser, ähem, äußerst seltenen Gattung der grimmig dreinblickenden und vor Energie berstenden Geschöpfe, was nicht nur das vorliegende Promofoto, sondern auch deren Debüt „Destroyed by creation“ beweist. Dort gehen Neil Stevens (Gesang), Darrel Abbott (Gitarre), David Spicer (Gitarre), Justin Smith (Bass) und William Roswell (Schlagzeug) in wuchtigen Tracks zur Sache, verbeugen sich dabei nicht nur einmal vor Bands wie Exodus oder Testament und ätzen mit ihrem Old School meets Modern Thrash sämtliche Gehirnwindungen aus dem Schädel.

Diese destruktive Haltung manifestiert sich dann nicht nur im Bandnamen, auch bezeichnende Nummern wie „Straight to hell”, „The rage within“, „The end of days“ oder „Release the anger“ machen deutlich mit welchem Aggro-Potential die Briten im restlichen Europa auftrumpfen wollen. Am auffälligsten ist allerdings weder der manchmal etwas holprige Stimmungs- und Rhythmuswechsel („Straight to hell“, „The end of days“), kurze Soundtrack-Elemente („The eliminator“), saftige Grooves („Wargames“) oder die praktisch in jeder Nummer vorkommenden, technisch anspruchsvollen Solos, da das unsaubere Mastering bei „The rage within“ und „Nightmare asylum“ den Gebrauch von Copy&Paste-Programmen wie „Pro Tools“ nahe legt und sich die über allem thronende Frage stellt, was denn nun live im Studio eingespielt wurde und was einer digitalen Vervielfältigung zum Opfer gefallen ist. Möglicherweise hat auch die gelieferte Promo-CD einen Knacks und Rising Records nimmt den hierfür abgezogenen Punkt in Kauf.

Prinzipiell spielen Elimination nämlich handfesten und durchweg überzeugenden Thrash Metal mit der richtigen Mischung aus „in die Fresse“ und „durchdachten Strukturen“, der sich im Vorprogramm von Megadeth oder Exodus pudelwohl fühlen würde. „Destroyed by creation“ sei daher jedem ans Herz gelegt, der entweder diese beiden Bands zu seinen Favoriten zählt oder kein Problem damit hat sich eine Stunde lang die Frisur durch herabfallende Trümmerriffs und unbarmherzige Blastbeats durchschütteln zu lassen.

Anspieltipps:

  • Wargames
  • The Eliminator
  • Hell´s Battlefield
  • Release The Anger

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