I-Fire - Bigger Better Hotter - Cover
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I-Fire Bigger Better Hotter


  • Label: I-Fire Empire/Rough Trade
  • Laufzeit: 73 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Trend in der Musikwelt geht anscheinend eindeutig dahin, die eigene Musik selbst zu vermarkten und zu verkaufen. Das eigene Label drängelt nicht und lässt den Musikern die künstlerische Freiheit, die sie brauchen, um die Musik zu schaffen, die dem eigenen Konzept entspricht.

I-Fire aus Hamburg brachten 2007 ihr Debütalbum in Eigenregie auf die Welt und legen nun das zweite Werk vor. Auf zahlreichen Festivals begeisterten I-Fire mit ihrer Reggae-Mischung, die vor allem tanzbare Spaßmusik sein soll. Zeitweise gibt es bei I-Fire einen englischen Refrain, aber das stört den Hörgenuss nicht weiter. Mit reichlich Instrumenteneinsatz, vor allem die Bläser fallen positiv auf und verbreiten echtes Sommerfeeling, überzeugen die zehn Musiker um Robert „Rawbird“ Schlepper, Nils „Dub-ill-you“ Wieczorek und Fritz „Free“ Kschowak, die vorrangig für das Projekt verantwortlich zeichnen bzw. die die sechzehn Tracks plus Intro komponiert haben.

Ihre vorwiegend norddeutsche Herkunft leugnen sie nicht und gottseidank nehmen sich I-Fire nicht so ernst. Ihre Texte klingen manchmal etwas sehr einfach, aber ab und an treffen sie den sozialkritischen Punkt, man höre „Schau Dir die Welt an“. Ihren Ruf als Spaß-Kapelle im positiven Sinne werden sie durchaus gerecht und die entspannten Reggae-Beats lassen die geneigten Hörer meist mit einem Lächeln zurück. Allerdings sind einige Tracks zu lang geraten und nicht alle verursachen Begeisterungsstürme, da sie zu ähnlich und wenig eigenständig klingen.

Die Berliner von Seeed haben den deutschsprachigen Reggae, Dancehall mit der Prise Hip Hop salonfähig gemacht. I-Fire erreichen nicht ihre Qualität, überzeugen aber durchaus als viel versprechende Newcomerband im Reggae-Genre.

Anspieltipps:

  • Rudenoykings
  • Fantastisch
  • Schau dir die Welt an

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