Arma Gathas - Dead To This World - Cover
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Arma Gathas Dead To This World


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Angefangen als Nebenprojekt für die vielen Ideen des erfahrenen Gitarristen Simon Füllemann (Cataract), wurde Arma Gathas spätestens Anfang 2010 eine handfeste Band. Füllemann scharrt Brüllaffe Ché Snelting (einstiges Gründungsmitglied von Born From Pain), Leadgitarrist Marc Niedersberg (Machinemade God), den gerademal 20jährigen Drummer Max van Winkelhoff und schließlich Basser Alex „Lahnsteiner“ Härtel um sich und lässt nun mit „Dead To This World“ 13 seiner hundsgemeinen Kompositionen auf die Menschheit los. Die Vergangenheit der Bandmitglieder lässt es erahnen: Arma Gathas ist ein griffiger Mix aus Metal und Hardcore. Wer jetzt an Metalcore à la Killswitch Engage denkt, liegt falsch; neuartige Klangerlebnisse darf man aber auch nicht erwarten.

Das ruhige Standard-Intro mündet in die Abrissbirne „The Rise And Fall“, wo Ché gleich beweist, dass er es noch drauf hat und mit seinen Hardcore-Wurzeln in einer Heavy Metal Band gut aufgehoben ist. „Losing Hope“ zieht die Temposchraube dann nochmal richtig an, bevor sich in Track 4, „The Lies Of Man“, bereits die Routine einschleicht. Auf das schnelle, harte „The Damage Done“ folgt mit „Liberate Me“ eine instrumentale Verschnaufpause, die, wie schon das Intro, arbeitsscheu vom letzten As I Lay Dying Album geklaut zu sein scheint. Der zweite Albumteil beginnt mit einem Lichtblick. „Depopulation“ ist eher langsam, schlicht und hat gerade deswegen viel Wucht, die ordentlich in den Nacken geht.

Gerade als man dachte, bei Arma Gathas gänzlich verschont zu bleiben, werden in „New Savior“ doch noch die Keyboardtöne und Halleffekte ausgepackt. Doch sogleich wird man mit dem härtesten Stück des Albums entschädigt – „Generation Doom“. Zum Durchatmen folgt in „Protagonist“ ein bisschen Geklimper mit Herzschlag-Sample. Auf in die letzte Runde. „Gods Wrath“ rumpelt amtlich im Midtempo, „Constant Hunt For Blood“ ist eine Art Potpourri aus dem, was man die letzte halbe Stunde so alles auf die Ohren bekam. In Form von „Our Last Goodbye – Our Final Breath“ kommt dann die obligatorische Abschiedsnummer, die etwas mehr in die Breite gezogen ist als die restlichen Songs und schließlich noch mit Streichern und Klavier aus der Klischee-Schublade aufwartet.

Immerhin werden die einzelnen Songs immer beendet, bevor sie langweilig werden (die Durchschnittslänge liegt bei nicht ganz drei Minuten), doch das Gesamtbild ist trotzdem nicht gerade spannend. Mit ganz viel Hatebreed und natürlich Born From Pain, abgeschmeckt mit einer Prise Machine Head und ein paar Metalcore-typischen Breakdowns rühren Arma Gathas sich ihren nicht übermäßig originellen Brei an. Positiv zu bewerten ist der knackige Sound, der nie nach Hochglanz schmeckt. Diese deutsch-niederländische Formation macht modernen Metal ohne Kinkerlitzchen, wo technische Spielereien ganz bewusst auf Sparflamme laufen. Das ist unterm Strich in keinster Weise revolutionär, aber solide Hartwurst-Ware für ein breites Metal-Publikum.

Anspieltipps:

  • The Rise And Fall
  • Depopulation
  • Generation Doom
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