Bill Carrothers - Joy Spring - Cover
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Bill Carrothers Joy Spring


  • Label: Pirouet Records
  • Laufzeit: 67 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Hommage an eine Legende, die bereits mit 25 Jahren, im Jahre 1956, bei einem Autounfall ums Leben kam – Clifford Brown, Ausnahme-Trompeter und Ikone der Hard-Bop-Generation. Ihm zu Ehren widmet sich Bill Carrothers mit „Joy Spring“, benannt nach einem der berühmtesten Stücke des Trompeters. Das Besondere: die Kompositionen damaliger Tage wird im Trio zelebriert – am Piano Bill Carrothers, am Bass Drew Gress und an den Drums Bill Stewart.

Bill Carrothers ist ein eigenwilliger Eigenbrödler von hoher Qualität. Von daher darf man eine facettenreiche Sammlung an kreativen Geistesblitzen erwarten. Individuelle Adaptionen aus der Feder Browns, sowie einige Fremdkompositionen, die der Trompeter in seinem eigenen Programm verpackte. Das Trio um Bill Carrothers sprüht vor Ideenreichtum. Fein nuanciert improvisieren die Musiker auf gekonnte Art und erschaffen außerordentliche Neuschöpfungen. Sie setzen sich mit den Kreationen der Hard-Bop-Tage auseinander und experimentieren auf organische Weise. „Joy Spring“, „Gerkin For Perkin“ oder „Tiny Capers“ erblühen in frischen und unerwarteten Farben. Mal fröhlich, mal fesselnd, spannungsgeladen und melancholisch. Ein gewaltiges Abenteuer und eine aufregende Entdeckungsreise.

Dazu zählt unter anderem auch die Ballade „Time“. aus der Feder Richie Powells. Der Pianist war Mitglied der Clifford Brown Band und starb an der Seite des Trompeters ebenfalls bei demselben Autounfall. Ferner genießen wir Stücke wie „Jacqui“, „Gertrude´s Bounce“ und „Powell´s Prances“, sowie u.a. von Benny Golson „I Remember Clifford“.

„Joy Spring“ – ein originelles, geistreiches und auch pfiffiges Werk. Jazz von hoher Güteklasse. Ein Trio auf Erkundungsflug mit perfekter Landung. Für Jazzpuristen ein Muss.

Anspieltipps:

  • Joy Spring
  • Jordu
  • Time
  • Tiny Capers

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