Soundtrack - Kick-Ass - Cover
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Soundtrack Kick-Ass


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Pünktlich zum Kinostart der neuen Hau-drauf-Comicverfilmung „Kick-Ass” mit Nicolas Cage und Aaron Johnson in den Hauptrollen, wird ein begleitender Soundtrack in die Läden gewuchtet, der dem bekannten Strickmuster für potenzielle Blockbuster-Soundtracks folgt: Songs etablierter Stars wie The Prodigy, New York Dolls, The Dickes, Sparks und Mika stehen neben Tracks hoffnungsvoller Newcomer wie Ellie Goulding, The Pretty Reckless und The Little Ones sowie den obligatorischen Score-Zugaben von Ennio Morricone und Marius de Vries.

An der bunt zusammengewürfelten Künstlerliste lässt sich leicht erkennen, dass der Hörer stilistisch quer durch den Garten populärer Musik geführt wird und von Punkrock (The Dickies und New York Dolls), über Adult- (Sparks) und Indie-Pop (Ellie Goulding) bis hin zum klassischen Rock’n’Roll vom King of Rock (Elvis Presley) sowie den dicken Dance-Beats der Marke The Prodigy fast alles vorgesetzt bekommt, was irgendwie cool oder hip sein könnte.

Einen besonderen Nährwert hat die Musikzusammenstellung für das vorliegende Album hingegen nicht. So verwundert es kaum, dass das Endergebnis unterm Strich mehr zu einem trashigen B-Movie als zu einem potenziellen Blockbuster passt. Schließlich mutet die simple Geschichte hinter „Kick-Ass“ auch mehr wie eine „Daredevil/Hulk/Spider-Man/Batman/Superman“-Kopie für Arme an. Somit kann der Soundtrack trotz seines britischen Flairs und den spaßigen Dialogfetzen nicht vollends überzeugen, was freilich nicht an den beteiligen Künstlern, sondern überwiegend an der Qualität der für den Soundtrack freigegebenen Songs liegt.

So lassen die neuen Post-Grunge- (The Pretty Reckless) und Indie-Pop-Sensationen (Ellie Goulding) durchaus aufhorchen, während alte Recken wie Elvis Presley, die New York Dolls und inzwischen auch die Herren von Primal Scream die Erwartungen mit bekanntem Material erfüllen können. Der „Kick-Ass“-Titelsong von Mika und RedOne, das Geballer von The Prodigy oder der lahme Punkrock der Dickies hauen dagegen nicht vom Hocker, so dass sich die Wertung gerade so knapp über dem Durchschnitt einpegelt.

Anspieltipps:

  • Ellie Goulding – Starry eyed
  • The Hit Girls – Bad reputation
  • Elvis Presley – An american trilogy
  • New York Dolls – We’re all in love
  • The Pretty Reckless – Make me wanna die

Dieser Artikel ging am um 09:59 Uhr online.
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