Lunik - Small Lights In The Dark - Cover
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Lunik Small Lights In The Dark


  • Label: F.O.D./SOULFOOD
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Lunik existieren bereits seit über zehn Jahren, aber der ganz große Durchbruch in Europa war der schweizerischen Truppe noch nicht gegönnt, weswegen sich Rahel Krebs (Gesang), Luk Zimmermann (Gitarre), Cedric Monnier (Keyboard) und Chrigel Bosshard (Schlagzeug) mit ihrem fünften Studioalbum „Small lights in the dark“ auf ihre Stärken besinnen und intensiv-betörende Popmusik offenbaren, die von der großen Fanbase in ihrem Heimatland mit offenen Armen empfangen wurde und wie schon der Vorgänger „Preparing to leave“ (09/2006) prompt Platz 1 der Charts erreichte.

Als eine Mischung aus der Melancholie von Lene Marlin und dem Selbstbewusstsein einer Nina Persson (The Cardigans) strömt die anmutige Stimme Rahels durch die elf neuen Kompositionen, welche sich an der akustischen Live-Platte „Life is on our side“ (10/2005) orientieren und somit einen unverfälschten, direkten und wärmenden Eindruck des Vierers liefern. Herausragende Höhepunkte hat „Small lights in the dark“ trotzdem keine zu bieten. Vieles wabert wie kleine Atome schillernd durch den Raum, stößt sich ab, vermischt sich, will Spannung erzeugen, verliert aber im entscheidenden Moment die Orientierung und bleibt in einer Spirale hängen.

Selten drehen Lunik die Gitarren stärker auf („Falling up“, „People hurt people“), lassen einem ohrwurmlastigen Rhythmus den Vortritt („Diary“) oder fallen aus ihrem gemächlichen Dreivierteltakt heraus, der zwar wie geschaffen für die zerbrechliche Darbietung von Sängerin Krebs ist, allerdings die fehlende Spannung nicht immer wie im Schlussdrittel von „Everything means nothing“ oder allgemein in „How could I tell you“ zu kaschieren weiß bzw. auf den Hörer zu übertragen vermag. „Ein guter Popsong muss berühren. Mehr braucht es nicht“ erläutert Rahel die Maxime hinter den Lunikschen Kompositionen. Schade nur, dass sich die Hälfte der Stücke auf das melancholische Timbre der Sängerin berufen und selbst kaum Emotionen evozieren. In dieser geradezu unauffälligen Art und Weise wird der Erfolg dann wohl weiterhin in der Schweiz begraben bleiben.

Anspieltipps:

  • Diary
  • Born To Be Sad
  • How Could I Tell You
  • Everything Means Nothing

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