Godsmack - The Oracle - Cover
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Godsmack The Oracle


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Im 15. Jahr ihres Bestehens legt die Nu-Rock-Band Godsmack aus Boston, Massachusetts mit „The Oracle“ ihren mittlerweile fünften Studio-Longplayer vor. Die vorangegangenen Werke „Faceless“ (2003) und „IV“ (2006) konnten jeweils den Spitzenplatz in den US Billboard Charts erobern und warfen wieder den einen oder anderen Formatradiohit ab, von denen Godsmack inzwischen mehr als ein Dutzend vorweisen können. Dadurch konnten die Hardrocker um Mastermind Sully Erna (42) ihre Gesamtverkaufszahlen auf annähernd 20 Millionen Einheiten hochschrauben, womit sie zu den letzten Big Playern im amerikanischen Hardrock- und Metal-Zirkus zählen.

Die lange Zeit zwischen dem letzten Studioalbum und „The Oracle“ nutze Sully Erna für sein erstes Soloalbum. Dieses ist zwar mittlerweile fertig eingespielt, aber bis dato nicht der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Stattdessen erscheint das unter dem Arbeitstitel „Saints & Sinners“ begonnene fünfte Godsmack-Album, mit dem die Band an ihre frühen Werke anknüpfen möchte, die mehr in Richtung Alternative Metal als in Richtung Hardrock tendierten. Als Produzent saß der ehemalige Ugly-Kid-Joe-Gitarrist Dave Fortman, der u.a. mit Mudvayne, Otep und Simple Plan zusammenarbeitete, an den Reglern. Ein Wunder hat Fortman allerdings nicht vollbracht. Denn Godsmack verlassen ihren bewährten musikalischen Wirkungskreis auf auch „The Oracle“ kaum.

Eröffnet wird das Album von dem breitbeinigen Groove-Rocker „Cryin’ like a bitch!!“ im Nickelback-Stil, in dem es mehr oder weniger auch weitergeht. Variationen erfahren die Songs z.B. indem Sully Erna in „Love-Hate-Sex-Pain“ seine Vorliebe für den Sound von Alice In Chains auslebt oder gänzlich auf Gesang verzichtet, um progressiveren Songstrukturen Raum zu bieten („The oracle“). Grundsätzlich aber ist „The Oracle“ ein typisches US-amerikanisches Alternative (Hard-)Rockalbum mit fetter Produktion, das leider ohne Überraschungen auskommen muss. Die Kompositionen und Riffs sind auf überdurchschnittlichem Niveau, allerdings auch unspektakulär und wenig innovativ.

Diejenigen, denen dies als Qualitätsmerkmal genügt, erhalten ein solides Werk, mit dem man sich ein paar Stunden die Zeit vertreiben kann, ohne es am Ende längerfristig im Gedächtnis zu behalten.

Anspieltipps:

  • The oracle
  • Devil’s swing
  • War and peace
  • Forever shamed
  • Love-Hate-Sex-Pain

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