Irepress - Sol Eye Sea I - Cover
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Irepress Sol Eye Sea I


  • Label: Make My Day Records
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit seinem zweiten vollwertigen Album „Sol Eye Sea I“ legt das fünfköpfige Klangakrobatenteam namens Irepress (ausgesprochen Ear Press) aus Boston, USA den langerwarteten Nachfolger des ursprünglich im Eigenvertrieb auf den Markt gebrachten Debüts „Samus Octology” aus dem Jahr 2005 vor, das zwei Jahre später nochmals weltweit von Megaforce Records wiederveröffentlicht wurde. Damals starteten Irepress einen waghalsigen Ritt durch die Welt der instrumental-progressiven Rockmusik, die Kritiker und eine kleine Fanschar aufhorchen ließen.

An dieser Ausrichtung hat sich auch fünf Jahre später nichts verändert. Die Herren Sheel Davé (Drums), Shan Davé (Bass), Jon „Dino“ DiNapoli (Gitarre), Jarrett Ring (Keyboards, Synthesizer) und Bret Silverberg (Gitarre, auf dem Album noch zu hören, aber inzwischen ersetzt durch Jarrett Ring) stürzen sich und die Hörer in eine wilde Melange aus Post- und Prog-Rock, gewürzt mit Metal-Elementen und Jazz-artigen Kompositionsstrukturen. Ganz klar, langweilig wird es einem beim Hörgenuss der neun Tracks auf „Sol Eye Sea I“ auf gar keinen Fall. Der Hörer sollte aber eine gute Portion Konzentrationsfähigkeit mitbringen, wenn er sich auf das Abenteuer Irepress einlässt.

Die neun Songs auf „Sol Eye Sea I“ fließen förmlich ineinander und mäandern zwischen sphärischen Traumpassagen („Fletchie“) und vereinzelten Lärmausbrüchen („Billy“) umher. Und wenn man nicht aufpasst, verpasst man ganz leicht, dass all dies sogar in einem einzigen Song („Adelugé“) stattfindet. Vocal-Parts in Form diverser Gastsänger finden dabei nur selten statt und dienen eher der Melodiefindung als der Übermittlung eines Textes. Die Produktion übernahm Daryl Rabidoux (The Cancer Conspiracy), der auch schon die Bands Piebald, Therefore I Am, She Rides und Antilove im Studio betreute und einen transparenten Sound aufs Tablett zauberte, der das Album auch kopfhörertauglich macht.

Dass sich für diese Art von Musik nur ein begrenzter Hörerkreis findet, dürfte klar sein. Aber wen das Geschilderte bis hierhin nicht abgeschreckt hat, sollte einfach mal in das Album reinhören.

Anspieltipps:

  • Billy
  • Fletchie
  • Adelugé
  • Cyette phiur

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