Whitney Houston - The Collection - Cover
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Whitney Houston The Collection


  • Label: Arista/Sony Music
  • Laufzeit: 240 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Wiederhören mit den ersten fünf Longplayern „Whitney Houston“ (1985), „Whitney“ (1987), „I’m Your Baby Tonight“ (1990), „The Bodyguard“ (1992) und „My Love Is Your Love“ (1998).

Noch ist die Frage nicht abschließend geklärt, wie man Whitney Houstons Comeback mit dem Album „I Look To You” (08/2009) und der dazugehörigen Konzertreise einstufen kann. Fakt ist: Das Album läuft nicht wie erhofft und die Live-Auftritte – so sie denn stattfinden – sind gerne mal peinlich-disaströse Vorstellungen der Grande Dame des R&B. Fakt ist aber auch, dass der Markt aggressiv mit Whitney-Houston-CDs eingedeckt wird. Da wäre zum einen die parallel zur „I Look To You”-Veröffentlichung erneut aufgelegte „The Ultimate Collection“-CD aus dem Jahr 2007, sowie eine Luxus-Neuauflage zum 25jährigen Jubiläum des selbstbetitelten Debütalbums im Januar 2010.

Als wäre dies nicht genug, trägt sich Whitney Houston (46) nun auch in die Liste jener Künstler ein, die von Sony Music mit einer Collection-Box (u.a. Eros Ramazzotti, Toto, Michael Jackson) „beglückt“ werden. Dies ist grundsätzlich eine feine Sache, da sich auf diese Weise Lücken im Plattenregal günstig, schnell, Platz sparend und optisch hochwertig schließen lassen. Denn die Collection-Boxen stellen keine mehr oder weniger sinnbefreiten Hit-Zusammenstellungen dar, sondern eine chronologische Aufarbeitung des Backkatalogs eines Künstlers in Form von Originalalben, die befreit um die ursprünglichen Booklets in schönen Papphüllen in Miniatur-Vinyl-Optik daherkommen.

Im Falle Whitney Houstons bedeutet dies ein Wiedersehen bzw. ein Wiederhören mit ihren ersten fünf Longplayern „Whitney Houston“ (1985), „Whitney“ (1987), „I’m Your Baby Tonight“ (1990), „The Bodyguard“ (1992) und „My Love Is Your Love“ (1998), mit denen – kurz gesagt – die große Zeit der Sängerin komplett eingefangen wird. So ist z.B. auf dem Soundtrack zum Film „The Bodyguard“ der Hitparadendauerbrenner „I will always love you“ zu finden, während auf den ersten beiden Alben die allgemeine Hitdichte mit Songs wie „Saving all my love for you“, „Greatest love of all“, „How will I know“, „I wanna dance with somebody“, „Didn’t we almost have it all“, „Where do broken hearts go“, „So emotional“ und „Love will save the day“ am größten ist.

All dies sind Songs, die schon sehr deutlich aus dem übrigen Material herausstechen und fraglos nicht den Eindruck hinterlassen, dass Whitney Houston eine besonders Album bezogene Künstlerin ist. Und das sollte doch eigentlich ein Auswahlkriterium für eine Album-Collection-Serie ausmachen. Aber sei’s drum. Auch wenn die einzelnen Alben als solche etwas schwächeln, belegt „The Collection“ eindeutig, dass Whitney Houston den Zeitgeist in der Popmusik für einige Jahre entscheidend mitgeprägt hat und dass die Collection-Serie in ihrem Grundsatz eine tolle Idee ist.

Anspieltipps:

  • Run to you
  • Jesus loves me
  • I belong to you
  • I have nothing
  • My love is your love
  • All the man that I need
  • Saving all my love for you
  • It’s not right but it’s okay
  • Didn’t we almost have it all
  • I wanna dance with somebody

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