Sarah Blasko - As Day Follows Night - Cover
Große Ansicht

Sarah Blasko As Day Follows Night


  • Label: Dramatico/Rough Trade
  • Laufzeit: 47 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Kompositionen der Australierin sind zu versponnen und es braucht von Seiten des Hörers einiges an Zeit, um sämtliche Details in den Songs zu entdecken.

Trotz eines Majorvertrags bei Universal Music ist die 33jährige Australierin Sarah Blasko bis jetzt nur Insidern bekannt. Zumindest hierzulande, denn in ihrer Heimat auf dem fünften Kontinent wurde die Sängerin und Songschreiberin bereits mit dem begehrten ARIA Award dekoriert. Mit „As Day Follows Night”, ihrem mittlerweile dritten Soloalbum nach dem 2005er Longplayer „The Overture And The Underscore“ und dem 2006er Werk „What The Sea Wants, The Sea Will Have”, erscheint erstmals eine CD von Sarah Blasko offiziell in Europa. Verdanken dürfen wir dies dem Dramatico-Label von Mike Batt, das u.a. auch Katie Melua, Jem, Carla Bruni, Andrea McEwan und Florence Rawlings unter Vertrag hat.

In Australien kam „As Day Follows Night” bereits im Sommer des vergangenen Jahres auf den Markt und strich den erwähnten ARIA Award ein. Darauf präsentiert die junge Australierin ein Dutzend schwerelose Jazz-Pop-Kompositionen, die sie zusammen mit dem schwedischen Musiker und Produzenten Björn Yttling innerhalb von nur zehn Tagen in Stockholm aufnahm. Stimmlich erinnert Sarah Blasko in ihren Songs an Fiona Apple und musikalisch an eine Mischung aus Norah Jones und Sarah McLachlan, mit dem Unterschied, dass trotz ein paar schöner und auch eingängiger Melodien nicht das kommerzielle Potenzial der genannten Künstlerinnen erreicht wird.

Dazu sind die Kompositionen der Australierin insgesamt zu versponnen und es braucht von Seiten des Hörers einiges an Zeit, um sämtliche Details in den Songs zu entdecken. Das ist grundsätzlich gut, aber gleichwohl dieser musikalischen Feinheiten, wie z.B. das neckische Outro auf Basis des 80er Jahre Talking-Heads-Hits „Road to nowhere“ in „Over & Over“, macht sich auf Dauer des gesamten Albums ein gewisser Gleichklang in Sachen Songaufbau und Stimmung bemerkbar, wodurch die Freude an dieser – für den europäischen Markt – neuen Singer/Songwriter-Hoffnung leider etwas getrübt wird.

Anspieltipps:

  • All I want
  • We won’t run
  • Bird on a wire
  • Lost & Defeated

Neue Kritiken im Genre „Songwriter-Pop“
6.5/10

Querfeldein
  • 2017    
Diskutiere über „Sarah Blasko“
comments powered by Disqus