Queen - Singles Collection Vol. 3 - Cover
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Queen Singles Collection Vol. 3


  • Label: Parlophone/EMI
  • Laufzeit: 105 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch wenn die kreative Blütezeit von Queen in den 70er Jahren war, war die Band in den 80er Jahren auf ihrem kommerziellen Höhepunkt angelangt.

Elf Monate nach dem zweiten Teil erscheint jetzt die dritte und damit vorletzte Ausgabe der üppigen „Queen Singles Collection“-Reihe. Sie dokumentiert die Jahre 1984 bis 1989 und somit die Studioalben „The Works“ (1984), „A Kind Of Magic“ (1986) und „The Mircale“ (1989). Optisch bleibt dabei alles beim Alten: Erneut wurden 13 CDs als Vinyl-Single-Replikate aufgemacht und in einer schicken Sammelbox verpackt. Inhaltlich gibt es dagegen einige Veränderungen.

Mit dem Album „The Mircale“ (1989) gab es eine bemerkenswerte Neuerung im Hause Queen: Ab sofort wurden die Song-Credits für die gesamte Band ausgewiesen. Bis zum „A Kind Of Magic“-Album (1986) wurden die Urheber dagegen immer ganz penibel in Einzelform ausgewiesen. Jetzt war vieles einfacher und harmonischer, was die Band lakonisch mit „Warum sind wir da nicht gleich draufgekommen?“ kommentierte. Fans und Kenner machten sich dennoch den Spaß und ordneten die Songs aufgrund ihrer kompositorischen Strukturen einzelnen Bandmitgliedern zu.

Ein weiteres Novum dieser Periode: Ab Mitte der 80er Jahre verwendeten Queen immer häufiger Tracks als B-Seiten, die bei den Aufnahmesessions übrig geblieben waren. So kommt es, dass sich unter den 13 Singleauskopplungen diesmal acht B-Seiten befinden, die nicht auf den dazugehörigen Alben gelandet sind. Ein schöner Kaufanreiz für Fans und Sammler, auch wenn sich einige dieser Songs mitunter wirklich als Ausschussware identifizieren ließen („Hijack my heart“, „Stealin’“) oder arg seicht ausfielen („My life has been saved“, „A dozen red roses for my darling“). Da die Wartezeit zwischen „A Kind Of Magic“ und „The Mircale“ drei Jahre betrug – und damit so lange war wie noch nie zwischen zwei Queen-Alben – saugten die Fans jeden neuen Ton gierig auf und verziehen die eine oder andere kleine Schwäche.

Auch wenn die kreative Blütezeit von Queen in den 70er Jahren war, war die Band in den 80er Jahren auf ihrem kommerziellen Höhepunkt angelangt. Sie füllte überall auf der Welt die größten Sportarenen und setzte bis auf Amerika allerorts Millionen ihrer Tonträger ab. Mit ihrem Soundtrack zum Überraschungskinohit „Highlander“ (sechs Songs auf „A Kind Of Magic“ kamen in dem Film vor) und peppigen Videoclips für die MTV-Generation erschlossen Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon neue Territorien und bewiesen sich wieder einmal als Vorreiter. Dass Queens Musik vor allem bei den Singleauskopplungen immer poppiger ausfiel, kann dagegen nicht wegdiskutiert werden und führt in der Einzelbetrachtung zu dem bis dato schwächsten Singles-Paket der vier Engländer.

Mit den fünf Singles von „Innuendo“ (1991) und dem posthum nach Freddie Mercurys Tod veröffentlichtem „Made In Heaven“ (1995) sollte aber eine Wiedergutmachung folgen – nachzuhören auf dem vierten und letzten Teil der „Queen Singles Collection“-Reihe.

Anspieltipps:

  • I want it all
  • Hammer to fall
  • The invisible man
  • Thank god it’s christmas
  • Who wants to live forever

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