The Candles - Between The Sounds - Cover
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The Candles Between The Sounds


  • Label: The End Records
  • Laufzeit: 35 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

The Candles ist das im vergangenen Jahr gegründete Soloprojekt des Amerikaners Josh Lattanzi (38), der ansonsten u.a. in den Bands von Ben Kweller, Albert Hammond, Jr., Juliana Hatfield und Howie Day als Gitarrist bzw. Bassist aushilft und zuletzt auch das Allstar-Projekt Tinted Windows unterstützte. Im Sommer 2008 eröffnete sich erstmals seit langer Zeit die Möglichkeit außerhalb seiner Verpflichtungen als Studio- und Live-Musiker zuhause in New York an eigenen Songs zu arbeiten.

Doch es dauerte, bis Josh Lattanzi alles unter einen Hut bekam. So holte er sich für die Aufnahmen von „Between The Sounds“ eine Vielzahl Musikerkollegen ins Studio, die seine heimischen Demoaufnahmen für die Veröffentlichung veredelten. Josh Lattanzi übernahm zwar höchstpersönlich Gesang, Gitarre, Bass und Keyboard, vertraute aber auch auf die Dienste von alten Kumpels wie James Iha (Ex-The Smashing Pumpkins), John Kent (Ben Kweller) oder Alex Levy, der sich vor allem als Soundtrack-Editor einen Namen gemacht hat.

Das in der verlassenen Einöde von Celeste, Texas gelegene Aufnahmestudio gehört John Kent, mit dem Lattanzi in der Ben-Kweller-Band spielte. Darin verkroch sich der 38-Jährige für zehn Tage, um rund um die Uhr ungestört bei Tiefkühlpizza und Pabst Blue Ribbon Bier aufnehmen zu können. Entstanden ist daraus ein Album mit zehn gut abgehangenen Songs im Stile des 70er Jahre West-Coast-Sounds, für den sich auch Kollegen wie Evan Dando (The Lemonheads), Ryan Adams oder Tom Petty begeistern können. Entsprechend ist die klangliche Nähe zu den genannten Kollegen, z.B. durch feinen Harmoniegesang („Waiting for the truth“) und einschmeichelnde Melodien („Not enough“, Anywhere tonight“).

Insgesamt ist das Songmaterial auf „Between The Sounds“ allerdings etwas zu harmlos und kaum mit Höhepunkten gesegnet. Es gibt zwei, drei gute Songs, der Rest ist, trotz des handwerklichen Könnens der Musiker, nur Durchschnitt. Das ist natürlich schade, aber Alben wie dieses erscheinen wöchentlich nun mal im Dutzend und kein Hahn kräht danach. Der geneigte Hörer möchte aber etwas entdecken und nicht mit gehobenem Durchschnitt gelangweilt werden.

Anspieltipps:

  • Not enough
  • Here or gone
  • Anywhere tonight
  • Between the sounds

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