Blake Lewis - Heartbreak On Vinyl - Cover
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Blake Lewis Heartbreak On Vinyl


  • Label: Tommy Boy/Sony Music
  • Laufzeit: 52 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit Blake Lewis (28) steht einmal mehr ein Produkt aus der US-TV-Casting-Reihe „American Idol“ (u.a. Jordin Sparks, Kelly Clarkson, Jennifer Hudson, Carrie Underwood) in den Startlöchern. Dabei zählt Blake Lewis noch nicht mal zu den Gewinnern der seit 2002 ausgestrahlten Show. In der sechsten Staffel (2007) musste er sich als Zweiter der Teenagerin Jordin Sparks geschlagen geben, durfte aber auf dem Majorlabel RCA Records sein Debütalbum „Audio Day Dream“ (12/2007) veröffentlichen, an dem als Songschreiber u.a. Ryan Tedder von OneRepublic maßgeblich beteiligt war. Übrigens: Dass man auch als Zweitplatzierter gute Chancen beim Publikum haben kann, bewiesen zuletzt David Archuletta (7. Staffel) und Adam Lambert (8. Staffel) sowie Clay Aitken (2. Staffel) und Katharine McPhee (5. Staffel).

Mit einem guten zehnten Platz in den Billboard Charts und rund 350.000 verkauften Einheiten, erzielte „Audio Day Dream“ ein respektables Ergebnis, sodass das sog. Beatboxing Wunderkind seine Karriere zwei Jahre später mit „Heartbreak On Vinyl“ (10/2009) auf dem Label Tommy Boy Entertainment fortsetzen konnte. Mit einem enttäuschenden 135. Platz versackte der Longplayer allerdings schnell in den ewigen Jagdgründen – und das, obwohl mit Ryan Tedder (Leona Lewis, Backstreet Boys), Jean Baptiste (The Black Eyed Peas, Will.I.Am), Rodney Jerkins (Lady Gaga, Britney Spears), Dave Audé (Pussycat Dolls, Beyoncé) und S*A*M* & Sluggo (Panic At The Disco, Fall Out Boy) echte Produzenten-Superstars am Werk waren.

Warum das Album so brutal abgestürzt ist, lässt sich schon am titelgebenden Opener „Heartbreak on vinyl“ erahnen. Mit stampfenden Beats und einer ziemlich schmierigen Schlagermelodie setzt sich Lewis – zumindest auf den US-Markt bezogen – zwischen alle Stühle. Das ist weder HipHop, noch Pop, noch Rock, noch R&B, sondern dröhnendes Rummelplatzgeboller zum Beschallen von Autoscooter-Fahrgeschäften. Ist man gnädig, verpasst man dem Album den Stempel Dance Music und hat sein Ruhe. Doch ganz so einfach wollen wir es dem Amerikaner auch nun wieder nicht machen. Denn was er dem Hörer auf „Heartbreak On Vinyl“ auftischt, ist über weite Strecken seelenloser Brei für die Zappelhöhlen dieser Welt, der so austauschbar und gesichtslos ist, dass man sich nach erfolgtem „Hörgenuss“ weder an einzelne Songs noch an den Künstler an sich erinnern kann. Ganz ehrlich, wer braucht so was?

Anspieltipps:

  • Afraid
  • Sad song
  • The point
  • Our rapture of love
  • Left my baby for you

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