Halestorm - Halestorm - Cover
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Halestorm Halestorm


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Howard Benson hat Halestorm einen mörderisch fetten Sound zurechtgeschneidert, der als Grundlage für das vom US-Hardrock der 80er Jahre inspirierte Klangbild unabdingbar ist.

Mit Halestorm aus York, Pennsylvania präsentiert sich jetzt auch in Deutschland eine Band, die es zwar schon eine ganze Weile gibt, aber erst seit gut einem Jahr so richtig wahrgenommen wird. Gegründet wurde die Gruppe Ende 1997 von den Geschwistern Elizabeth (Gesang, Gitarre) und Arejay Hale (Drums). Verstärkt werden sie durch Joe Hottinger (Gitarre) und Josh Smith (Bass). Mit „(Don’t Mess With The) Time Man” (03/2000) legten Halestorm bereits vor zehn Jahren (!) ihr Independent-Debüt vor, doch es benötigte etliche Jahre, bis der nächste Karriereschritt gemacht werden konnte.

Die Band unterzeichnete bei Atlantic Records einen Majorvertrag und debütierte dort mit der Live-EP „One And Done“ (04/2006). Danach dauerte es weitere drei Jahre, bis mit „Halestorm” (04/2009) in den USA der erste Major-Longplayer erschien. Dieser erreichte Platz 40 in den Billboard Charts und inzwischen sind von dem Werk mehr als 150.000 Einheiten über die Ladentheken gewandert. Grund genug, das Album nun auch in Europa offiziell vorzustellen, schließlich steckt darin die geballte Finanzkraft eines Majors, der für seinen Newcomer keine Kosten und Mühen gescheut hat.

So wurde „Halestorm” von Howard Benson (P.O.D., My Chemical Romance, Daughtry, Creed) produziert und von einer ansehnlichen Auftragssongwriter-Armada in Richtung Charts gebügelt. Dabei gaben sich die Ehre: Ben Moody (Anastacia, Daughtry, Celine Dion, Kelly Clarkson), Kara DioGuardi (Kylie Minogue, Toni Braxton, Meat Loaf, Miley Cyrus), Marti Fredrikson (Scorpions, P!nk, Papa Roach, Aerosmith), John 5 (Marilyn Manson, Meat Loaf, Scorpions, Lynyrd Skynyrd), Bobby Huff (Shinedown, Drowning Pool, Mayday Parade, Casting Crowns) und James Michael (Meat Loaf, Scorpions, Hilary Duff, Mötley Crüe). Ganz schön viel Holz für 37 Minuten Musik.

Howard Benson hat Halestorm einen mörderisch fetten Sound zurechtgeschneidert, der als Grundlage für das vom US-Hardrock der 80er Jahre (vergleiche: Van Halen, Alice Cooper, Cinderella, Skid Row) inspirierte Klangbild der Band unabdingbar ist. Und weil das scheinbar nicht genug ist, lässt man hier und da noch ein Streichorchester aufspielen („I’m not an angel“). Zudem beweist Sängerin Lzzy (ohne „i“) Hale, dass ihr kraftvolles Organ absolut Hardrock-tauglich ist („What were you expecting?“). Wenn dann auch die Songs mitspielen und z.B. ein interessantes Riffing („It’s not you“), eine knackige Hookline („Dirty work“) oder große Stadionhymnen angeboten werden („Bet u wish u had me back”, „Better sorry than safe“), ist das Majordebüt von Halestorm in der Tat eine mehr als ordentliche Vorstellung, die zwar kein sensationelles Songmaterial aufweisen kann, aber trotzdem Spaß macht.

Anspieltipps:

  • Innocence
  • It’s not you
  • Love/Hate heartbreak
  • Bet u wish u had me back
  • What were you expecting?

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