Kelis - Flesh Tone - Cover
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Kelis Flesh Tone


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

William James Adams Jr., Künstlername will.i.am, scheint an jeder zweiten CD, die im Black Music-oder Pop-Sektor veröffentlicht wird, irgendwie beteiligt zu sein. Ist er der neue Timbaland? Nachdem sehr erfolgreichen Black Eyed Peas Werk „The E.N.D.“, das nur die Kritiker hassten, möchte man das meinen. Rihannas „Rated R“, Usher mit „Raymond versus Raymond“, U2 mit „No line on horizon“und viele mehr standen auf seiner Produktionsliste. Nun rief ihn Kelis, die R&B-Queen, die schon auf ihrem letzten Album „Kelis was here“ ihre musikalische Vielseitigkeit auch mit Adams Hilfe bewies. Kelly Rogers verpflichtete unter anderem Jean Baptist (Joy Denalane, Black Eyed Peas), den deutschen House-DJ Alexander Ridha und keinen Geringeren als Charts-House-Meister David Guetta. Mister Adams hat Kelis gleich bei seinem eigenen Label Will.I.Am. Music Group untergebracht und die neun Songs komponierte Kelis mit ihren Songwriter-Helfern. Leider liegt die Spieldauer bei nur 37 Minuten, was man nicht gerade als üppig bezeichnen kann.

Das musikalische Überraschungsmoment gehörte zur Karriere von Kelis bisher dazu und diesmal widmet sie sich futuristischen Klängen, die eindeutig dem House (chartsorientiert), Electro-Elementen und dem Dance-Pop huldigen. Die erste Single „Acapella“, die David Guetta mitkomponierte, erweist sich gleich als Volltreffer: Treibende House-Bass-Beats gepaart mit dem eindringlichem Gesang der Sängerin, haben einen so einprägsamen Refrain auf Lager, das gehört eindeutig in die Kategorie Ohrwurm. Aber beginnen wir mit dem Anfang der CD, welcher ein Intro präsentiert, dass wirklich Qualität besitzt. Fette Beats treffen auf einprägsamen Gesang und verweilen sofort im Gedächtnis.

Auch „22nd Century“ rollt die Club-Tanzfläche gekonnt auf, indem es eine kratzige Stimmfarbe, flotte Beats und ein „Huhu“ ebenfalls ins Gehirn brennen und die Bassbox gleichzeitig zum Schwingen bringen. „Scream“, direkt nach der Hitsingle „Acappella“ positioniert, stammt auch von Guetta und verbindet die chartlastige Housemusik mit dem Sprechgesang von Kelis, der wieder in einem Ohrwurm-Refrain endet.

Die dunkle Stimme von Kelis fügt sich nahtlos in die futuristischen Beats ein, da findet man kaum einen schwachen Song. Man muss natürlich den Dance-Pop und die Version der Amerikanerin davon mögen. Einziger Nachteil schient die Langlebigkeit der Songs zu sein, doch kann Kelis von sich behaupten, im derzeit stark umkämpften Dance-Sektor eine qualitativ überdurchschnittliche Platte abgeliefert zu haben, die jede House-Disco aufmischen dürfte.

Anspieltipps:

  • Intro
  • 22nd Century
  • Acapella
  • Scream

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