Company Of Thieves - Ordinary Riches - Cover
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Company Of Thieves Ordinary Riches


  • Label: Wind-Up/EMI
  • Laufzeit: 60 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Beeinflusst von so vielem zwischen Jazz, Motown und Billie Holiday sowie den Beatles nutzen Company Of Thieves die Chance, ihre Sicht der Dinge mit lyrischer Raffinesse und feingliedrigem Sound zu offenbaren. Dabei stand nicht zuletzt Oscar Wilde Pate, dessen Zitat „Ordinary riches can be stolen, real riches cannot - In your soul are infinitely precious things that cannot be taken from you“ als Auszug den Albumtitel ergab. Generell als sozialkritisch und mit gewissen romantischen Utopien bestückt zu bezeichnen, ist auch die Musik eine gleichermaßen beherzte wie charmant zurückhaltende Sache, nur mit einer Stunde Spielzeit auf „Ordinary Riches“ deutlich zu lang bzw. in Teilen auch langatmig.

Mit einem Bein im Bar-Jazz, dem anderen in leicht neben der Spur liegenden Indie-Pop samt stimmungsvoller Schrägheit ist der Opener „Old Letters“ ein Auftakt, der sich vor allem dank der vertrackten Piano/Streicher-Arrangements und der fordernden wie lieblich verspielten Stimme von Genevieve Schatz hoch in der Gunst platziert. Rockiger und bezeichnend mit lauter Gitarren-Präsenz folgt „In Passing“ und vermengt den rhythmisch filigranen Freistil mit Rock-Gesten, bei der auch das ziemlich dick aufgetragene Solo nicht fehlt. Es ist seltsam, doch trotz der überbordenden Spielfreude an Gitarre, Keyboard, Rhythmus-Fraktion und angenehm ausbalancierten Streichern, deren Gesamtwirkung schon des öfteren im Jazz vorbeischaut, spielen Company Of Thieves leichtfüßig in Pop/Rock-Regionen.

Das ist zwar nett und für den Moment unterhaltsam, doch gerade bei der Spielzeit von einer Stunde viel zu wenig, um über die Distanz einer Woche noch für Spannung im heimischen CD-Player zu sorgen. Direkt behäbig wird so eine gute Ausgangsposition und die temporär zwingende Instrumentierung mit großartigen Vocals von Genevieve Schatz ins graue Jenseits befördert, wobei zum Ende mit dem blues-rockenden „The Fire Song“ und der konträren Piano-Wohltat „The Tornado Song“ im besten Sinne des Pop für eine Reibung gesorgt wird, die „Ordinary Riches“ öfter hätte gebrauchen können.

Anspieltipps:

  • In Passing
  • Quiet On The Front
  • The Fire Song
  • The Tornado Song

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