Jan Delay - Wir Kinder Vom Bahnhof Soul: Live! - Cover
Große Ansicht

Jan Delay Wir Kinder Vom Bahnhof Soul: Live!


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 60 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Mischung aus Funk, R&B, Pop und Soul, die direkt ins Blut und in die Beine geht.

„Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ geht in die nächste Runde. Das 2009er Erfolgsalbum von Jan Delay (33) erscheint neun Monate nach der Studiofassung in fast identischer Version nochmals als Live-Album. Die Idee klingt nicht zwingend spannend, hat aber einen netten Nebeneffekt: Da die Verkaufszahlen beider Alben durch die beinahe identischen Tracklisten zusammengezählt werden, dürfte dies kurz vor dem Start der diesjährigen Festival-Saison einen schönen Satz nach vorne in den deutschen Charts auslösen und die bis jetzt erreichte Platin-Auszeichnung untermauern. So geht Marketing heute!

Für „Wir Kinder vom Bahnhof Soul: Live!“ wurden Teile der Auftritte von Jan Delay und seiner Band Disko No. 1 in Hamburg (Color Line Arena), Stuttgart (Schleyerhalle) und München (Zenith) aus dem März dieses Jahres zu einem 50-minütigen Programm zusammengemischt, das vor Spielfreude nur so strotzt. Hier ist eine eingespielte Truppe am Werk, die schon den Spirit und den Groove der Studiosongs in mitreißender Form beeinflusste und im Live-Gewand noch mal ein Pfund obendrauf packt.

Kein Wunder, dass die Konzerte jedes Mal zu einer großen Party ausarteten, bei der Disko No. 1 mit feurigen Bläserriffs, satten Bass-Grooves und rassiger Perkussion sowie einem Jan Delay als moderner Entertainer in Hochform das Publikum überzeugten. Als Zeremonienmeister treibt Delay die Musiker zu Höchstleistungen an und kreiert dabei eine Mischung aus Funk, R&B, Pop und Soul, die direkt ins Blut und in die Beine geht. Ein echter Spaß, der dem einen oder anderen Nörgler schon zu sehr im Mainstream angesiedelt zu sein scheint. Klarer Fall von Pech gehabt. Da kann man dann auch nicht mehr helfen.

Anspieltipps:

  • Klar
  • Disko
  • Oh Jonny
  • Abschussball
  • Pump up (Medley)
  • Ganz anders (feat. Udo Lindenberg)

Neue Kritiken im Genre „Pop“
5.5/10

Songs Of Experience
  • 2017    
Diskutiere über „Jan Delay“
comments powered by Disqus