Sweet Sweet Moon - Pompidou EP - Cover
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Sweet Sweet Moon Pompidou EP


  • Label: Siluh Records/ALIVE
  • Laufzeit: 20 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Österreich ist weiter auf dem Vormarsch. Die Songwriter aus dem Skiparadies mehren sich in letzter Zeit beträchtlich und Quantität bringt oft auch den ein oder anderen qualitativen Meilenstein mit sich. Es ist also Scouting angesagt und da wird mitgenommen was nur geht. Gerade im Falle eines jungen Labels wie Siluh ist man bemüht, unbekannte Musiker schnell fördern zu können. So ist auch „Sweet Sweet Moon“ zu Ehren gekommen, da die Chefs ihre Chance wittern. Eigentlich hört „Sweet Sweet Moon“ auf den Namen Matthias Frey und studiert Musik. Frei nach der Devise „aus dem Hobby die Arbeit machen“.

Von der Plattenfirma und Vertreibern mit Final Fantasy verglichen, kann man sich außen stehende Meinungen leider schon mal getrost am Rücken vorbei streichen lassen. Der junge Herr Frey macht einfachen Singer/Songwriter-Pop mit Gitarre und Liebe zum Detail, aber nichts Verquertes. Hier muss leider aus einem guten Musiker ein verkanntes Genie gebastelt werden, was die Tatsachen schlichtweg auf den Kopf stellt. Die Mini-Platte, die höchstens als EP durchzugehen vermag, überrascht nicht mit vertrakten Arrangements, sondern vielmehr mit der Fähigkeit Balladen zu entwerfen („Lost & Found“), genauso gut aber belebt zu wirken („Bees“).

Aufregend ist „Pompidou“ nicht. Es gibt ein oder zwei angenehme Überraschungen in Form des lebendigen „Bees“ und des rockigen „I See“, aber ansonsten macht Sweet Sweet Moon das, was man von Songwritern erwartet: Akustik-Balladen mit Streichern und viel Gefühl, sowie einer nicht kleinen Portion Romantik. Nichts mit pompösen Folkpopwunderwerken, sondern gefühlvolle Lagerfeueratmosphäre.

Anspieltipps:

  • I See
  • Bees
  • Sun

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