Grand Magus - Hammer Of The North - Cover
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Grand Magus Hammer Of The North


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Man merkt dem Album deutlich an, dass die Songs in Hinblick auf die Live-Situation geschrieben wurden.

Ist es Doom-, Heavy- oder gar Stoner-Metal? Diese Frage scheint die Journalisten auf der ganzen Welt am meisten zu beschäftigen, wenn eine neue Scheibe des schwedischen Trios Grand Magus auf den Markt kommt. Den Fans dagegen dürfte das relativ egal sein. Laut muss es sein, rocken muss es und wohltuender Lärm für das Metaller-Ohr ist's so oder so. Der Kritiker schließt sich nach kurzer Reflektion des Stils in der Regel an. Die Vorgängerscheibe „Iron Will“ wurde nicht ohne Grund flächendeckend abgefeiert.

Schade also, dass sich Grand Magus mit „Hammer Of The North“ irgendwie in das frustrierende Genreeinerlei der vergangenen Zeit nahtlos einreihen. Ohne Zweifel – das neue Album kann mit einer schönen knackigen Produktion einen großen Wehmutstropfen der Vorgängerplatte wieder gutmachen. Doch das war dann auch schon die größte Weiterentwicklung. Riffs, Melodien, sogar der Gesang scheinen diesmal jegliche Eigenständigkeit verloren zu haben. Das haben wir alles schon einmal gehört, und zwar bestimmt nicht schlechter!

Der Titelsong „Hammer Of The North“ sagt uns in erster Linie, dass nerviges Riffing zwar zu einem nervigen Refrain wie die Faust aufs Auge passt, aus dieser Symbiose aber kein guter Song entsteht. Andere Nummern wie „Black Sails“, „Bond Of Blood“ und „Savage Tears“ sind einfach nur durchschnittliche Belanglosigkeiten, während bei anderen Titeln immerhin ein paar gute Ideen durch blitzen. Der Verse von „I, The Jury“ grooved schön vor sich hin und auch „Mountains Be My Throne“ und „At Midnight They'll Get Wise“ können durch ihre ehrliche Härte durchaus überzeugen. Andere Nummern wie „The Lord Of Lies“ kommen mit schleppender Geschwindigkeit deutlich doomiger daher, bleiben aber eindeutig in der Unterzahl.

Denn im Gesamteindruck regiert das Tempo. Man merkt dem Album deutlich an, dass die Songs in Hinblick auf die Live-Situation geschrieben wurden. Und ja – natürlich kann man sich dieses Album auch schön reden. Bei Konzerten und Festivals dürften die geraden Takte und die Heavy-Riffs durchaus zünden. Ohne Zweifel ist „Hammer Of The North“ auch noch gutes Mittelmaß. Doch den Vorsprung vor der Konkurrenz hat man erst einmal eingebüßt und von einem Klassiker ist dieses Album natürlich meilenweit entfernt. Heavy- oder Doom Metal? Ganz egal. Leider alles in allem viel Lärm um nichts.

Anspieltipps:

  • Mountains Be My Throne
  • At Midnight They'll get Wise
  • Ravens Guide The Way

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