We Are Scientists - Barbara - Cover
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We Are Scientists Barbara


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 32 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Keith Austin Murray (Gitarre, Gesang) und Christopher Ian Cain (Bass, Backing Vocals), die beiden Köpfe hinter We Are Scientists spielen nicht lange um den heißen Brei: Direkt in die Tanzbeine soll die Musik ihrer Band offensichtlich gehen – kurz und schmerzlos. Kurz sind dabei nicht nur viele Songs auf ihrem Album „Barbara“ geworden, sondern auch das Gesamtwerk selbst und schmerzlos kann in diesem Zusammenhang leider auch negativ gedeutet werden, denn wirklich viel Aufmerksamkeit werden sie damit sicher nicht erhaschen können. „Barbara“ wird auf dem eigenen Label – Masterswan Records – veröffentlicht und ist nach „Safety, Fun and Learning (In That Order)“ (2002), „With Love And Squalor“ (2005) und „Brain Thrust Mastery“ (2008) das vierte Studioalbum der Band. Für das Schlagzeug rekrutierten sie diesmal das ehemalige Razorlight-Mitglied Andy Burrows.

Melodieseligkeit ist das Stichwort – denn davon leben die Songs von We Are Scientists. Hätten die Jungs nicht ein gewisses Händchen für einprägsame Melodien würden sie letztendlich mit leeren Händen dastehen. Denn es gibt sonst nichts, wodurch man sie von anderen Bands des Gitarren-Pop-Rocks unterscheiden könnte. „Rules Don't Stop“ macht es vor: Der Refrain bleibt – zumindest für kurze Zeit – im Kopf hängen. Ansonsten heißt es jedoch: Der nächste, bitte! Man kann den beiden dabei nicht mal große Vorwürfe machen, denn das was sie machen, machen sie nach bestem Wissen und Gewissen – es reicht nur eben nicht zu einer guten Platte. Bei „I Don't Bite“ klingt die Band vielleicht ein bisschen zu sehr wie die frühen Arctic Monkeys, Lieder wie „Pittsburugh“ oder „Foreign Kicks“ – zwei der besseren Songs – suggerieren durch das leicht gedrosselte Tempo und nachdenkliche Stimmung zwar Abwechslung, aber es passiert einfach nicht genug.

Es gibt Alben, die trotz – oder sogar gerade wegen – kurzer Spielzeit überzeugen und mitreissen können, We Are Scientists gelingt dies mit „Barbara“ jedoch nicht. Was fehlt, sind echte Highlights und überzeugende Ideen, die den kleinen Spaß zu einem großen machen könnten. Zwar ist die Melodieseligkeit im ersten Moment ansteckend, führt allerdings zu keinem zwingendem Hit und endet trotz der fast schon frechen 32 Minuten letztendlich in Langeweile. Dennoch kann „Barbara“ streckenweise Spaß machen und ist folgerichtig schlicht und ergreifend ein rasch vorbeiziehendes, durchschnittliches Album.

Anspieltipps:

  • Rules Don't Stop
  • Pittsburugh
  • Break It Up
  • Foreign Kicks

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