The Retaliation Process - Downfall - Cover
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The Retaliation Process Downfall


  • Label: Silverwolf/Intergroove
  • Laufzeit: 46 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Downfall“ hat jetzt zum dritten Mal die Runde gedreht und hängen geblieben ist schon wieder kaum etwas. Die Hamburger Metal-Truppe The Retaliation Process versteht zwar wie DevilDriver auf „The last kind words“ (06/2007) ein donnerndes Schlagzeug, technisch ausgereifte Solos und Riffs, markige Growls und einen wuchtigen Bass in eine Melange aus flotten Thrash-Parts und glühendem Todesblei zu packen, vergisst jedoch dabei dem Ganzen einen roten Faden in Form von wiederkehrenden Melodien, strukturierter Aggressivität oder einem übergeordnetem Thema pro Song bereit zu stellen und fährt lediglich mit 180 Sachen aus den Boxen gegen die nächste Wand.

Die Meinung des Promozettels, Fans von Machine Head, Lamb Of God, Slayer, The Haunted oder Pantera würden enthusiastisch auf das Material von Christoph Madarasz (Gesang), Sascha Maskow (Gitarre), Jury Kowalczyk (Gitarre), Michael Konecny (Bass) und Andre Kummer (Schlagzeug) reagieren, kann so jedenfalls nicht bestätigt werden. The Retaliation Process verweben ohne Frage einige Ideen dieser Gruppierungen, haben aber keineswegs deren Verständnis für Songwriting übernommen und langweilen den Hörer mit einer dicken und undurchsichtigen Wall Of Sound.

Die ist im Studio von Eike Freese entstanden, der schon mit Callejon („Zombieactionhauptquartier“) zusammenarbeiten durfte, und ist produktionstechnisch auch über jeden Zweifel erhaben, doch schließlich ist nicht immer wichtig wie etwas klingt, sondern was da eigentlich erklingen soll. Im Falle von „Downfall“ sind es scheinbar ziellose Metaltracks, die weder eine Idee oder Ahnung haben, was sie sein wollen, noch eine egal wie geartete Absicht preisgeben, die zumindest Vermutungen anstellen lässt, denn von der Perfektion von Machine Head oder einem detailgetreuen Schlachthaus namens Slayer sind die fünf Herrschaften Lichtjahre entfernt.

Anspieltipps:

  • Carnal Addiction
  • Four Seasons Of Self Mutilation

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