Fatalist - The Depths Of Inhumanity - Cover
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Fatalist The Depths Of Inhumanity


  • Label: Ibex Moon
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Death Metal. Roh und ungeschliffen in die Fresse. Wer will? An alle mit erhobenen Händen, das Debüt der aus Ventura, Kalifornien stammenden Fatalist dürfte genau das richtige Stück Todesblei sein, dem eine nähere Begutachtung gewidmet werden sollte, denn hier geht es nicht nur äußerst schwedisch ans Werk, sondern Neil Burkdoll (Gesang, Gitarre), Wes Caley (Gitarre), Art Hayes (Bass) und Tyler Castro (Schlagzeug) haben mit „The depths of inhumanity“ auch einige der spannendsten Riffs auf Lager, die in letzter Zeit im Genre zu hören waren.

Okay, die Hommage an Entombed sticht sofort ins Auge (siehe Schriftzug) und Connaisseure der alten Schule werden die Nähe zu Nihilist und Grave mit einem tauben Ohr erkennen, doch Fatalist schaffen mit ihrem Erstling trotzdem das Kunststück bekannte Strukturen und Ideen anzubieten und dabei frisch zu bleiben. Viel Handlungsraum lassen sich die Kalifornier einerseits nicht und treten meist brutal und angepisst um sich, aber andererseits ist diese eingeschränkte Spielwiese genau richtig um die auf den Punkt gebrachten Hassbatzen mit der nötigen Brutalität und Durchschlagskraft auf die Schlachtbank zu führen.

Da wird dann gnadenlos auf den Hörer eingeprügelt („Frozen epitaph“, „Death will remain“, „Impulse to kill“), im Midtempo Schädel gespalten („Enthralled by pain“, „Internal misery“, „Contamination“) oder dem Groove eine Audienz gewährt („Morbid derangement“, „Depths of inhumanity“). Eingerahmt werden die stets direkten, aber mit unzähligen feinen Details ausgearbeiteten Kompositionen in eine zweckmäßige Produktion, die nie an gehobene Hi-Fi-Ansprüche heranreicht, aber mit ihrem unwirtlichen Polterhaus/Sägewerk-Klangbild durchaus passenden Charme versprüht, selbst wenn es stellenweise etwas zuviel des Guten ist und die Ohren nach einer Pause schreien. Todesblei-Jüngern, die nach neuem Material geifern, sei „The depths of inhumanity“ jedenfalls schwer ans Herz gelegt.

Anspieltipps:

  • Contamination
  • Impulse To Kill
  • Morbid Derangement

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