Black Thoughts Bleeding - Stomachion - Cover
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Black Thoughts Bleeding Stomachion


  • Label: Silverwolf/Intergroove
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach der in Eigenproduktion aufgelegten EP „Tragedy of evolution“ konnten die Aachener Dominik Szelinski (Gesang), Christoph Budny (Gitarre), Dominik Göbbels (Gitarre), Sebastian Opelt (Bass) und Ben Overmann (Schlagzeug) bereits einen Deal mit Silverwolf Productions einstreichen und dürfen mit ihrem ersten Longplayer gleich beweisen, was in ihnen steckt. Kurz gesagt ist das eigentlich alles. Black Thoughts Bleeding vermischen jedes in den letzten Jahren in Verbindung mit „Metal“ oder „Core“ gebrachte Genre, lassen das jedoch mit kleineren Ausnahmen auf „Stomachion“ nie Überhand gewinnen, sondern sind stets Herr über ihr Waffenarsenal aus Death, Black, Thrash, Hardcore, Deathcore, Heavy Metal und einer kleinen Prise Grindcore.

Wer schon mit As I Lay Dying, Soilwork, Cradle Of Filth, Walls Of Jericho, Settle The Score oder The Red Chord eine Bühne geteilt hat, wird eben früher oder später beeinflusst und ist stolz, wenn die Kritiker Vergleiche mit Heaven Shall Burn oder Neara ziehen. Glücklicherweise sind Black Thoughts Bleeding nicht ausschließlich auf ein paar Parallelen zu anderen bekannten Bands angewiesen, sondern kochen ihr eigenes Süppchen. Das schmeckt zwar nicht so hervorragend wie von anderen langgedienten Genrevertretern, ist aber abwechslungsreich, knackig, aggressiv und versprüht den Willen zur Weiterentwicklung. Gerade eine Nummer wie „My past, your fault“, die ebenso von Killswitch Engage stammen könnte, wird im Gegensatz zu den amerikanischen Vorreitern um simple Gangshouts, wuchtige Doublebassattacken und kurze Todesblei-Parts erweitert und grenzt sich so wohltuend vom Metalcore-Einerlei ab.

Dummerweise verzichten Black Thoughts Bleeding nicht auf pathetischen Klargesang, der entweder mächtig unpassend aus den Boxen quäkt („Beloved vampire“, „Escape“) oder als Gerüst für eine „Hart meets Zart“-Ballade herhalten muss, die lediglich die schöne Singstimme Dominiks offenbart, aber sonst austauschbar bleibt („Fade to light“), und die Idee „Nothing changes“ mit Power Metal-Gitarren auszustatten, die dem Song das Gleichgewicht rauben, als auch der Scheibe ein uninspiriertes Instrumental („Tragedy of evolution“) zu spendieren. Ungeachtet dessen liefert der Fünfer auf „Stomachion“ trotzdem einige eindrucksvolle Argumente, warum Metalcore nicht gleich tot sein muss, wenn an der Basis mit etwas Feingefühl gearbeitet wird und macht Lust auf einen ähnlich durchdachten Nachfolger.

Anspieltipps:

  • Set To Kill
  • My Past, Your Fault

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