Rage Against The Machine - The Collection - Cover
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The Collection


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 260 Minuten
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„The Collection“ umfasst mit fünf Alben leider nur fast den vollständigen Veröffentlichungskatalog.

In einem atemberaubenden Tempo legt Sony Music eine Collection-Box nach der anderen vor, mit denen in kompakter Form der Backkatalog einzelner Acts abgedeckt wird, sodass wirklich jeder Musikfreund sein persönliches Archiv für relativ schmales Geld vervollständigen kann. Zuletzt wurden R&B- und Italo-Pop-Anhänger mit Boxen von Whitney Houston und Eros Ramazzotti beglückt, jetzt sind alle Sympathisanten des kernig-harten Rocksounds von Rage Against The Machine an der Reihe.

Da die Bandgeschichte von Rage Against The Machine nur knappe zehn Jahre umfasst und die 2007er Reunion bis dato kein neues Studioalbum zur Folge hatte, umfasst „The Collection“ im Fall der Polit-Rocker aus Los Angeles mit fünf Alben (fast) den vollständigen Veröffentlichungskatalog. Leider nur fast, denn mit dem Japan-Only-Album „Live & Rare“ (1997) hätte man den Fans einen riesengroßen Gefallen getan, die sich bis dato scheuten, den horrenden Preis dafür aufzubringen.

Angefangen hatte alles mit dem bahnbrechenden selbstbetitelten Debütalbum aus dem Jahr 1992, das ohne Frage zu den großartigsten und mitreißendsten Rockalben aller Zeiten zählt. Die Band feuerte ihre politischen Ansichten in Wort und Ton mit einer Urgewalt auf das Publikum herab, das sich wie von einem Sog gepackt wurde. Ohne Pause bearbeiteten Tom Morello mit seiner neuartigen Form des Gitarrenspiels und Sänger Zack de la Rocha im Verbund mit der wie ein Uhrwerk spielenden Rhythmustruppe Tim Commerford (Bass) und Brad Wilk (Drums) den Hörer und hauten einen Hit nach dem anderen raus. Nie wieder hat der Crossover aus Rap und Hardrock so gut funktionierte wie auf dem Debütalbum von Rage Against The Machine, die damit ein Werk für die Ewigkeit vorlegten.

Der Wirbelwind ihres Debüts ließ sich bereits auf dem vier Jahre später erschienen „Evil Empire“ (1996) nicht mehr toppen. HipHop und Funk übernahmen etwas mehr Raum im Polit-Hardrock der Amerikaner, die wie schon beim Vorgänger vier Singles aus dem Album auskoppelten. Aus „The Battle of Los Angeles” (1999) wurden derer sogar fünf ausgekoppelt, obwohl sich die Band unerbittlicher denn je präsentierte. Nur ein Jahr später folgte das ausschließlich aus Coverversionen bestehende „Renegades“ (2000). In diesem Jahr spielten Rage Against The Machine ihr letztes Konzert bis zu ihrer Live-Reunion im Jahr 2007 im Grand Olympic Auditorium in Los Angeles. Dieser Auftritt wurde 2003 als Live-CD veröffentlicht, womit die Karriere als plattenveröffentlichende Band für das Quartett vorerst beendet war. Doch wer weiß, ob Rage Against The Machine nicht noch einmal beweisen wollen, dass nur sie für den beeindruckendsten Polit-Hardrock auf CD und auf der Bühne stehen.

Anspieltipps:

  • Testify
  • Freedom
  • Bombtrack
  • Bulls on parade
  • Calm like a bomb
  • Kick out the jams
  • Bullet in the head
  • Killing in the name
  • Sleep now in the fire
  • The ghost of Tom Joad
  • How I could just kill a man

Dieser Artikel ging am um 11:46 Uhr online.
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