Vanessa Amorosi - Hazardous - Cover
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Vanessa Amorosi Hazardous


  • Label: Universal Music
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor zehn Jahren war die Sängerin und Songwriterin Vanessa Amorosi auf dem Musikgipfel angekommen: Sie sang zur Jahrtausendwende bei der Eröffnungsfeier der olympischen Spiele in ihrer Heimat Australien und hatte weltweit Erfolg. Nach diesem gigantischem Hoch folgte dann 2003 die Trennung von der Plattenfirma und Management, da Amorosi eine musikalische Kehrtwende anstrebte und rein kaufmännisch gesehen einfach der Erfolg etwas nachließ.

Nach einer „Best of“-Sammlung erschien der Longplayer „Somewhere in the real world“ nur noch in Australien, wo er sehr erfolgreich war. Nun hat Universal beschlossen, Amorosi wieder international an den Start zu schicken und die Sängerin bestimmt nun die musikalische Ausrichtung. Das Songwriter/Produzententeam von MachoPsycho, Niklas Olovson und Robin Lynch, unterstützte sie tatkräftig beim Komponieren. Alle Texte stammen von Amorosi und die genannten Songwriter stehen hörbar für starke musikalische Eingängigkeit, die sie in der Vergangenheit bei Pink, Natasha Bedingfield und den Backstreet Boys einbrachten. In ihrem schwedischen Studio fühlte sich Vanessa Amorosi sichtlich wohl und die neuen vierzehn Tracks bedeuten für sie in Europa einen Neuanfang, der gelungen scheint.

Die gute Balance zwischen emotionalen Balladen und elektronisch angehauchten rockigen Popnummern gelingt Amorosi gut. Nicht nur ihre stimmliche Bandbreite ist überwältigend: Von flotten Popsongs „This Is Who I Am“ und „Hazardous“ über „Show me how to love“ oder „Higher Ground“, die sehr emotional der unverkennbaren Stimme freien Lauf lassen bis zum mit erstaunlich dunklem Timbre vorgetragene „Off on My Kiss“, welches von Electro-Beats und eben dieser Stimme getragen wird, präsentiert Amorosi durchgehend gute Qualität. Die CD enthält sehr viele potentielle Hitsingles und Amorosi übertrumpft mit ihrem abwechslungsreichen Hitmix das aktuelle Werk ihrer erfolgreicheren australischen Kollegin Kylie Minogue eindeutig und das liegt nicht nur an der Stimme.

Auch wenn mit „Summer Nights“ oder „Holiday“ der Pegel in Richtung allzu kalkulierten Sommer-Gute-Laune-Pop ausschlägt, überzeugen die anderen Songs mit treibenden Beats oder sanften Klängen und eben der unüberhörbar stimmgewaltigen Amorosi. Nach mehrmaligem Hören bestätigt sich sogar der Eindruck, dass Amorosi und ihr Team eine Menge Ohrwürmer mit ihrem selbst betitelten „Electro-Rock“ geschaffen haben. Wer Mainstream-Pop mag, macht bei diesem Album nichts falsch, sondern alles richtig.

Anspieltipps:

  • This Is Who I Am
  • Hazardous
  • Off on My Kiss
  • Higher Ground

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