Framing Hanley - A Promise To Burn - Cover
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Framing Hanley A Promise To Burn


  • Label: Silent Majority Group
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band Framing Hanley aus Nashville, Tennessee gründete sich im Jahr 2005 unter dem Namen Embers Fade, als die fünf Bandmitglieder noch am College eingeschrieben waren. Zwei Jahre später erhielten die Jungs ihren ersten Plattenvertrag bei dem Indie-Label Silent Majority Group (Tantric, Candlebox, Vayden) und brachten im Herbst 2007 ihr Debütalbum „The Moment” auf den Markt. Dieses entwickelte sich in den USA zu einem Achtungserfolg, konnte es doch mit einem modernen Sound zwischen Emo-Rock á la Fall Out Boy und Post-Grunge á la Incubus punkten.

Als Framing Hanley bereits mit der Arbeit an einem Nachfolgealbum begonnen hatten, entwickelte sich ein aus Spaß eingespieltes Cover von Lil’ Waynes „Lollipop“ zu einem überraschenden Publikumsrenner und das Quintett musste die Aufnahmen zu seinem Zweitwerk unterbrechen, um seine neuen Fans mit Live-Auftritten zu unterhalten. 18 Monate ging das so, in denen zumindest ein paar zusätzliche Demos entstanden, damit Kenneth Nixon (Gesang, Gitarre, Piano), Brandon Wooten (Gitarre), Ryan Belcher (Gitarre, Piano, Gesang), Luke McDuffe (Bass) und Chris Vest (Drums) nicht mit ganz leeren Händen zurück ins Studio mussten.

Dort trafen sie auf ihren Mentor, den Ex-Creed-Bassisten Brett Hestla (u.a. Tantric, Faktion, Nomonic), der sich wie schon beim Debütwerk um das Gelingen im Studio kümmerte – und vielleicht auch dafür sorgte, dass Framing Hanley über weite Strecken eine ziemlich gelackte Mainstream-Vorstellung ohne Ecken und Kanten abliefern und somit das reproduzieren, was viele Hörer an Bands wie Fall Out Boy oder Lifehouse (!) so schrecklich finden. Entsprechend gibt es lediglich ein zartes Emo-Pflänzchen zu hören („The promise“, „Livin’ so divine“), dafür aber umso mehr breitwandigen Rock für das amerikanische Formatradio („Bittersweet sundown“, „WarZone“, „Weight of the world“, „Fool with dreams“), der zum einen austauschbar und zum anderen auf Dauer ziemlich langweilig klingt.

Dabei kann man den Musikern handwerklich noch nicht einmal einen Vorwurf machen. Sie liefern im Schoß einer amtlichen Dicke-Hose-Produktion solides Songwriting und eingängige Songstrukturen ab. Nur, ist das ein Grund, um sich ausgerechnet diese CD aus den rund 200 Album-Veröffentlichungen im Bereich Rock/Pop in dieser Woche herauszusuchen? Eher nicht. Da muss schon mehr kommen, als eine Lifehouse-Kopie.

Anspieltipps:

  • The promise
  • You stupid girl
  • Livin’ so divine
  • Back to go again

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