James Brown - Time For Payback - Cover
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James Brown Time For Payback


  • Label: Brunswick/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 125 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Der R&B-, Soul- und Funk-Sänger James Brown zählt zu erfolgreichsten afro-amerikanischen Musikern aller Zeiten. Er war bekannt für seine wilden Bühnenshows, bei denen er wie Rumpelstilzchen über die Bretter sauste und dabei einen neuartigen Musikstil prägte, der ganze Generationen von Musikern beeinflusste, so dass ohne den künstlerischen Impuls James Browns Heerscharen von heutigen Musikstars nicht denkbar gewesen wären. So ist z.B. ein gewisser Stefan Raab musikalisch wohl von keinem anderen Musiker mehr beeinflusst worden als von James Brown.

1956 nahm Brown seine erste Platte auf, der bis heute unzählige Studio-, Live- und vor allem Compilation-Alben folgten. Sein Privatleben war geprägt von Exzessen schrägen Geschichten (Steuerschulden, viermal verheiratet, illegaler Waffenbesitz, Drogendelikte), während er künstlerisch ab Mitte der 70er Jahre eine stetige Berg- und Talfahrt erlebte. James Brown starb im Alter von 73 Jahren am 25. Dezember 2006 an den Folgen einer Lungenentzündung. Laut seinem Manager schied er mit den Worten „I'm going away tonight“ aus dem Leben.

Wenn die ganz Großen im Musikzirkus die Showbühne für immer verlassen, schießen neue Sampler wie Pilze aus dem Boden. Je nach dem bei wie vielen Plattenfirmen ein Künstler Zeit seines Lebens unter Vertrag stand, nehmen solche Veröffentlichungen mitunter groteske Züge an, weil selbst vor Studioabfall kein Halt gemacht wird, mit dem man dem Ansehen des Künstlers nachträglich nur schaden kann.

Bei der hier vorliegenden Compilation „Time For Payback“ muss man sich diese Sorgen nicht machen, obwohl auch darauf jede Menge unveröffentlichte Songs und seltene Live- und Remix-Versionen ans Tageslicht geholt werden. Zusammengestellt wurden diese von dem bekannten Medienmogul Fred Kogel, der sich zum Ziel machte, „spezielle Versionen bekannter Hits zu liefern und damit die ungeheure musikalische Bandbreite und Leistung von James Brown aufzuzeigen“. Garniert mit Kommentaren von Sting, Paul Young, Bryan Ferry, Danny Ray, Larry Blackmoon und dem Meister selbst ist dies dem 49jährigen bekennenden James-Brown-Fan sehr gut gelungen. Denn auf dem Doppelalbum gibt es keine langweilige, weil x-te „Greatest Hits“-Beschau, sondern eine feine Mischung aus bekanntem Material und raren Songs, mit der sowohl Fans als auch Newcomer im James-Brown-Kosmos etwas anfangen können sollten.

Anspieltipps:

  • Cold sweat (Live)
  • People who criticize
  • No static (Full force Def Mix)
  • For goodness sakes, look at those
  • Give it up or turnit a lose (Remix)
  • People get up and drive your funky soul
  • Get up and feel like a sex machine (Live)

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