Kylie Minogue - Aphrodite - Cover
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Kylie Minogue Aphrodite


  • Label: Parlophone/EMI
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Kylie Minogue bemüht sich sehr um Abwechslung ohne dabei ihre „Dance-Pop-Forever“-Linie zu verlassen.

Der Brite Stuart Price (Madonna, Zoot Woman, The Killers) gehört zu den angesagten Dance/Electro-Pop-Produzenten und Songschreibern dieser Tage. Unlängst stand er mit den Scissor Sisters im Studio. Das entstandene Werk gibt es seit Ende Juni 2010 zu kaufen. Anscheinend konnte auch Kylie Minogue nicht widerstehen und wollte ihren Status als langjähriger Star der Dance-Pop-Szene zementieren. Für ihr elftes Studioalbum musste es also Mister Price sein und Kylie trug sich bei drei von 12 Tracks in die Komponistenliste ein, den Rest erledigten eine riesige Anzahl von ebenfalls aktuellen Produzenten und Songwritern. Es hat sich also nichts geändert im Hause Minogue: Die zarte Sängerin performt die Songs lieber als dass sie selbst komponiert.

Die erste Single „All the Lovers“ bietet nicht nur ein viel Haut zeigendes Musikvideo, der Song glänzt durch einen Ohrwurm-Refrain und könnte wieder ein veritabler Hit für die gebürtige Australierin werden. Nach diesen gefühlvollen eher chilligen Beats kommt mit „Get Outta My Way“ eine weitere Pop-Perle zum Vorschein: Dancefloor-Beats treffen einen wieder sehr eingängigen Refrain, der erneut Sommerhitcharakter besitzt. Nach dem eher an schwache Eurodance-Zeiten erinnernden „Put your Hands up“, das monoton und wenig aufregend daherkommt, präsentiert Kylie mit „Closer“ Electro-Pop der fortgeschrittenen Generation, welcher sich vom manchmal zu glatt polierten Rest, mittels innovativer Klänge positiv abhebt.

„Everything Is Beautiful“ komponierten Fraser T. Smith (Keane, Kano, Craig David) und Keane-Frontmann Tim Rice-Oxley und daher kommt folgendes zu Gehör: Typischer BritPop wird gereicht, der ein wenig elektronische Elemente einstreut und wieder kann man sich dem eingängigen Refrain und der Melodie kaum entziehen. Der Titeltrack „Aphrodite“ knallt gewohnt gefällig aus den Boxen, doch diese Art von Dance-Pop reißt dann weniger mit, das hat man alles schon einmal gehört.

Kylie Minogue bemüht sich sehr um Abwechslung ohne dabei ihre „Dance-Pop-Forever“-Linie zu verlassen und die Verpflichtung von recht unterschiedlichen Komponisten zahlt sich offenbar aus: Man muss zugeben, das Kylie nicht nur ein gutes Sommeralbum herausgebracht, welches für gute Laune und Bewegung auf der Tanzfläche sorgt, sondern sie bleibt schon auf einem Niveau, dass ihren Status als erfolgreiche Popsängerin weiter stabilisiert, denn sie hat einige Hitkandidaten aufzuweisen. Nicht verschwiegen werden darf, dass Dance-Pop vielleicht dem ein oder anderen mittlerweile zum Halse heraushängt, aber diese Musik ist nicht für die Ewigkeit geschaffen, sondern für den Moment, der durchaus Spaß macht.

Anspieltipps:

  • All the Lovers
  • Everything Is Beautiful
  • Get Outta My Way
  • Too much

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