Diddy-Dirty Money - Last Train To Paris - Cover
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Diddy-Dirty Money Last Train To Paris


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 65 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Auffallend häufige Veröffentlichungsverschiebungen eines Albums sind meistens kein gutes Zeichen und häufig ein Indiz dafür, dass Künstler und/oder Plattenfirma mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind. Dann wird nachgebessert und nachgebessert und wenn es dumm läuft, landet die Platte entweder im Giftschrank und erblickt nie das Licht der Welt oder wird klammheimlich ohne Promotion auf den Markt geworfen.

Bei einem Star wie Sean „Diddy“ Combs (40) geht so ein Versteckspiel freilich nicht. Und doch ist etwas faul im Staate Dänemark, wenn sein Debütalbum unter dem Projektnamen Diddy-Dirty Money (zusammen mit den beiden Sängerinnen Dawn Richard und Kalenna Harper), „Last Train To Paris“, auf den allerletzten Drücker Mitte Dezember 2010 auf den heimischen Markt geworfen wird, wo es quasi sang- und klanglos untergeht, obwohl sich darauf Topstars im Dutzend die Türklinke in die Hand geben (u.a. Chris Brown, Swizz Beatz, Grace Jones, Usher, Lil Wayne, Justin Timberlake, T.I., Rick Ross, Trey Songz sowie quasi aus dem Jenseits der verstorbene The Notorious B.I.G.).

Für den europäischen Markt hat man sich nach einer vermeintlich besseren Nische im dicht gedrängten Veröffentlichungskalender umgesehen und den Februar als passend empfunden, um den vollmundigen Versprechungen aus dem Diddy-Dirty-Money-Lager gerecht zu werden: „Wir wollen die Musiklandschaft auf den Kopf stellen. Und das klingt ganz anders als das, was die meisten Leute erwarten würden. Sie müssen nur mal etwas genauer hinhören, und schon werden sie erkennen, wovon ich spreche. Und sie werden darauf abgehen!“

Gut gebrüllt, Löwe, doch allein es fehlen die Taten! Denn „Last Train To Paris“ stellt das HipHop/Rap/R&B-Genre keinesfalls auf den Kopf, kann aber als solides Black-Music-Werk, das ein Paar elektronische Elemente mit einbringt, durchaus überzeugen. Damit passt sich Diddy-Dirty Money dem aktuellen Musikmarkt an, ohne seine Wurzeln und die seiner Mitstreiterinnen zu verleugnen, die eindeutig auf HipHop/R&B-Ebene liegen. Mit den dezenten House- und Funk-Beigaben gelingt es dem Trio allerdings etwas Abwechslung in das Genre einzubringen, wodurch „Last Train To Paris“ am Ende eine klare Daseinsberechtigung erhält.

Anspieltipps:

  • Angels
  • Your love
  • Coming home
  • Looking for love
  • Hello good morning

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