Zeraphine - Whiteout - Cover
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Zeraphine Whiteout


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 50 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Zeraphine melden sich nach vier Jahren mit einem neuen Album zurück. Zwar waren die Musiker nicht untätig und widmeten sich durchaus anderen Projekten, jedoch ließ neues Material seitens Zeraphine so lang auf sich Warten. Herausgekommen ist nicht viel Neues. Man setzte erneut auf Produzent Thommy Hein und sein Studio sowie auf einen düsteren Mix aus Melancholie, Pop und Rock und man singt erneut deutsch und englisch.

Selten erreicht das Album Top-Niveau. Nach einem Intro („Erwachen“) geht es zögerlich los. „Lieber allein“ beginnt zwar rockig, führt jedoch ins Leere. Kein klarer Gesang, keine strukturierte Melodie. Doch dann keimt Hoffnung auf. Mit „I will be there“ folgt eine eingängige allerdings auch sehr einfache Melodie. Keine Ballade, sondern Pop pur. Aber das dann eben konsequent. Und dann lässt ja fast Placebo grüßen, der Song „Out of sight“, der Beste des Albums, könnte wirklich von Ihnen sein. Unterschied? Die Stimme. Währen Brian Molko ja eher quäkend daherkommt, ist Sven Friedrichs Stimme dunkel und klar.

Danach folgt eine typische Zeraphine-Ballade. Natürlich wird das Tempo zurückgenommen, sanft und dezent der Synthesizer eingesetzt und die tiefe beruhigende Stimme Sven Friedrichs kommt bestens zur Geltung. Geht also. Doch danach fällt das Album merklich ab. Alles wirkt wie eine schlechte Kopie von Vorgängern und die oft zitierte Weiterentwicklung ist nicht erkennbar. „Rain falls“ wirkt wie ein Kinderlied, „Waiting for the day to rnd” lässt jede Melodie vermissen, die Platte plätschert ziellos und langweilig vor sich hin.

Zeraphine steht am Scheideweg. Die Band besitzt durchaus großes Potenzial. Mit der Stimme Friedrichs lässt sich gerade im Gothic-Bereich sehr viel machen. Doch es hapert im Songwriting, beziehungsweise dessen Konstanz. Die überwiegend weiblichen Teenie-Fans von Zeraphine lassen sich mit diesem Album sicher zufrieden stellen, Fans der ersten Werke sicherlich nicht. Und ein Zugewinn an Fans dürfte so recht schwierig werden.

Anspieltipps:

  • Out of Sight
  • I will be there
  • Tomorrows Morning

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