Sting - Symphonicities - Cover
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Sting Symphonicities


  • Label: Deutsche Grammophon
  • Laufzeit: 56 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Sting-Songs funktionieren auch in gediegenen Klassik-Gewändern ohne Probleme.

Mit klassischer Pop- und Rockmusik scheint Gordon „Sting“ Sumner spätestens nach der Live-Reunion von The Police erst einmal abgeschlossen zu haben. Darauf deutet zumindest sein neues Album mit dem Zungenbrechertitel „Symphonicities“ hin, auf dem der 58-Jährige ein Dutzend seiner schönsten Songs aus Solo- und The-Police-Zeiten zusammen mit dem britischen Royal Philharmonic Concert Orchestra in klassischen Gewändern neu interpretiert.

Aber auch schon vorher verließ Sting die vermeintlich ausgetretenen Pfade seiner Vergangenheit und zollte mit „Songs From The Labyrinth” (10/2006) den Kompositionen des Komponisten John Dowland (1563 - 1626) Tribut und brachte mit „If On A Winter´s Night” (10/2009) Weihnachts- und Volkslieder in neu arrangierter Form unters Volk. Nicht ganz so ambitioniert scheint dagegen „Symphonicities“ zu sein. Denn mit der Vorstellung, Songs aus den Bereichen Rock und Pop durch ein klassisches Orchester spielen zu lassen, setzt Sting wahrlich keine innovative Idee in die Tat um. Dazu brauchen wir gar nicht erst die vielen Vorreiter aufzuzählen, um dazu den Beweis anzutreten.

Dennoch muss man Sting zugute halten, dass er „in seinen eigenen Stücken das Verborgene finden wollte“, sprich: Zwischentöne, die aus normalen Pop- und Rock-Arrangements nicht herauszuhören sind. Nun ja, irgendwas muss der Mann ja sagen, um den Fans die Heirat seiner Songs mit Elementen aus Klassik, Barock und Romantik schmackhaft zu machen, wobei bereits im Vorfeld davon auszugehen war, dass dieses Unternehmen mit absoluter Geschmackssicherheit geschehen würde. Denn zu einen sind die großen Klassiker von Sting und The Police („Englishman in New York“, „Roxanne“, „When we dance“, „Every little thing she does is magic“) nur sehr schwer kaputt zu bekommen und zum anderen hatte Sting auf den vorherigen Alben genügend Zeit zum üben.

So fällt das Fazit am Ende relativ schlicht aus: Die Sting-Songs funktionieren auch in gediegenen Klassik-Gewändern ohne Probleme. Sie werden nicht einfach nur durch ein Orchester nachgespielt, sondern mit neuen Arrangements versehen, wodurch zumindest ein Grundmaß an Spannung gegeben ist. Grundsätzlich wäre die Veröffentlichung von „Symphonicities“ aber besser in der Vorweihnachtszeit aufgehoben gewesen, als eine Art verkappte Best-Of-Scheibe sozusagen.

Anspieltipps:

  • I hung my head
  • The pirate’s bride
  • The end of the game
  • Englishman in New York

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