Eko Fresh - Was Kostet Die Welt? - Cover
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Eko Fresh Was Kostet Die Welt?


  • Label: German Dream/Sony Music
  • Laufzeit: 64 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
9.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Als jüngster und einer der talentiertesten Rapper Deutschlands erhielt Eko Fresh bereits im zarten Teenageralter einen Major-Plattendeal. Seitdem ist er aus der deutschen Rapszene kaum wegzudenken, auch wenn der Erfolg mit bisher 500.000 verkauften Tonträgern ausbaufähiger gewesen wäre. Aber so ist das nun mal im Leben: Talent alleine ist leider nicht genug. Es müssen viele verschiedene Faktoren zusammenkommen, um es wirklich bis ganz an die Spitze zu schaffen.

Mit seinem nun schon vierten Soloalbum unternimmt Eko Fresh (26) den nächsten Anlauf, um seinem Talent auch die monetäre Anerkennung folgen zu lassen. Denn es ist längst nicht so, dass der Wahl-Kölner nach dem bisherigen Karriereverlauf seine Schäfchen im Trockenen haben dürfte. So gab der Rapper am Anfang seiner Karriere noch entschuldigend zu: „Ich bin jung und brauche das Geld“ (11/2003), was folgerichtig in einem Antrag auf „Hartz IV“ (06/2006) mündete. Die danach notwendig gewordene Aufbauarbeit leistete Bushidos Ersguterjunge-Label mit „Ekaveli“ (11/2007), nur damit der 26-Jährige heuer prahlerisch feststellen kann: „Was kostet die Welt?“.

Schon mit den ersten Takten von „Der Don III“ macht Eko Fresh klar, dass ihm sowohl musikalisch („1 Mann Orchester“) als auch reimtechnisch („Arschloch“) weiterhin so schnell keiner das Wasser kann. Er kreuzt orientalische Klänge mit coolen Old-School-Styles („Microphone Checker“), er nimmt sich selbst in „Ich komm krass” im Duett mit Stefan Lust („Erkan & Stefan”) auf die Schippe und sorgt zusammen mit Farid Bang in der „GD Anthem“ für eine amtliche Dicke-Hose-Ansage mit FSK-18-Freigabe.

In „Antigaranti 4 life 2020“ unterstreichen Eko Fresh und Summer Cem ihre familiären Bande, in „Wieder fresh (vom Bordstein zur Punchline zurück)“ stellt Eko klar, dass mit ihm als Rap-Gott wieder zu rechnen ist und mit der ersten Singleauskopplung „Königin der Nacht“ liefert er einen eingängigen Club-Track auf US-HipHop-Niveau ab. Damit steht fest: Eko Fresh bleibt seiner Maxime treu, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen und anstatt ein imaginäres Straßenköterimage herauszustellen lieber eine gute Portion Humor in seine Tracks einfließen zu lassen. Dabei ist dem MC ein Reifeprozess zu attestieren, der manch anderen Deutsch-Rappern ebenfalls gut zu Gesicht stehen würde.

Anspieltipps:

  • Arschloch
  • Ek lass nach
  • Ich komm krass
  • Der Ghostwriter
  • Microphone Checker
  • Happy End (Ende gut, alles gut)

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