Fatal Embrace - The Empires Of Inhumanity - Cover
Große Ansicht

Fatal Embrace The Empires Of Inhumanity


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 48 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Fatal Embrace aus Berlin tummeln zwar schon seit 1997 als brachiale Old School Thrash-Truppe durch die deutschen Ländereien und haben nach drei Alben auch mehrere Konzerte mit den unterschiedlichsten Szenegrößen (Sodom, Destruction, Saxon, Grave) auf ihrem Konto zu verbuchen, der wirkliche Durchbruch war den äußerst witzig betitelten Herrschaften Heiländer (Gesang), Moloch (Gitarre), Spezi (Gitarre), Ronald (Bass) und Pulverizatör (Schlagzeug) aber noch nicht beschieden. Woran das liegt, lässt sich nicht genau sagen, schließlich genießen die fünf Herrschaften immerhin den Ruf die deutsche Antwort auf Slayer zu sein, doch vielleicht gibt die neueste Langrille „The empires of inhumanity“ Aufschluss darüber.

Auf der Höhe der Zeit eröffnen Fatal Embrace ihr thrashendes Manifest mit einem mehr oder weniger gelungenem Intro („The last prayer“), das sofort vom anschließenden „Wake the dead“ in Grund und Boden gestampft wird, wo bereits heftige Riffsalven der Marke King & Hannemann (Slayer) regieren, während „Nothing to regret“ einen Sprung bei Kreators Mille Petrozza vorbeischaut und „Haunting metal“ frech bei Metallicas „Damage inc.“ klaut. Eigene Ideen dürften die Herrschaften wohl nicht wirklich auf Lager haben, was auch auf dem Rest des Albums immer wieder unter Beweis gestellt wird. Im Titeltrack schlagen die Glocken (im wahrsten Sinne des Wortes) nämlich kurzerhand „For whom the bell tolls“ (Metallica), „Rapture for disaster“ und „Ravenous“ zitieren erneut die Tage eines „Reign in blood“ (Slayer) und das 6 ½ minütige „Way to immortality“ ist, nun ja, kein Ripoff einer speziellen anderen Thrash Metalband, aber dafür eine Mischung verschiedener episch angehauchter Genrevertreter.

„The empires of inhumanity“ ist trotzdem vor allem im Bereich der Gitarren punktgenau gespielt und besitzt aufgrund der flotten Stücke einen gewissen technischen Anspruch, doch bei dieser Masse an Parallelen lassen sich ohnehin kaum andere Pluspunkte finden. Eigenständiges Songwriting? Interessante Ideen? Hervorstechende Bedienung der Instrumente? Alles Fehlanzeige! Fatal Embrace sind nicht mehr als eine ganz gute Old School Thrash Coverband, die keine Covers spielt. Okay, nicht ganz, denn als Abschluss präsentieren die fünf Mannen eine eigene Fassung von Iron Maidens „Killers“, der jedoch wie zu erwarten jegliche individuelle Facette fehlt. Wieso also die Energie dazu verschwenden eigene Songs zu schreiben, welche sowieso nach anderen Bands klingen, wenn man gleich bekannte Stücke ohne eigenes Zutun herunterspielen kann? Fatal Embrace werden wohl wissen warum.

Anspieltipps:

  • Nothing To Regret
  • Way To Immortality

Neue Kritiken im Genre „Thrash Metal“
7/10

Seasons Of The Black
  • 2017    
6/10

The Devil Strikes Again
  • 2016    
Diskutiere über „Fatal Embrace“
comments powered by Disqus