Safura - It´s My War - Cover
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Safura It´s My War


  • Label: Zaphire/ALIVE
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein bisschen Häme muss gestattet sein. Deshalb: Das war wohl nichts! Neben „unserer“ Lena ist die 18jährige Safura Alizadeh aus Aserbeidschan als Mitfavoritin in den Eurovision Song Contest 2010 in Oslo gegangen. Doch ihr Titel „Drip drop“ aus der Feder der renommierten Songwriter Stefan Örn, Sandra Bjurman und Anders Bagge (u.a. Celine Dion, Britney Spears, Madonna) landete mit 145 Punkten abgeschlagen auf dem fünften Platz. So besonders ist der Song wohl nicht beim Publikum und der Jury angekommen. Und der Auftritt des Teenagers war sicher auch nicht die ganz große Schau.

Dabei ist der Song gewiss nicht schlecht und die Stimme der 18-Jährigen eine Wucht. Deshalb hätte es auch anders kommen können. Denn nicht ohne Grund steht nur drei Wochen nach dem Eurovision Song Contest 2010 das Debütalbum „It’s My War“ von Safura auch bei uns in den Läden. Im Falle eines Erfolgs wäre es so möglich gewesen, die ganz große Kasse zu machen. Jetzt darf davon ausgegangen werden, dass nach den elf Songs aus der schwedischen Hitschmiede kein Hahn mehr krähen wird.

Im allgemeinen Lena-Rausch hat es eben jeder schwer. Dabei treffen die Songwriter mit ihrem Stil genau den Zeitgeist und schneidern der hübschen Aserbeidschanerin ein Bündel international taugliche Popsongs auf den Leib. So könnte man mit dem rockigen „Something bigger“ und dem Fast-Schon-„My life would suck without you“-Plagiat „That means you don’t“ auch Kelly Clarkson bedienen, die Breitwandballaden „From her from love“ und „It’s my war“ stünden Celine Dion fraglos ebenfalls gut zu Gesicht und das Midtempostück „Gonna let you know“ könnte der uninformierte Hörer durchaus bei Leona Lewis verorten.

An den Zutaten kann es also nicht liegen, dass „It’s My War“ dennoch nicht so richtig zünden will. Es fehlt eben die unverbrauchte Frische einer Lena Meyer-Landrut, die einem auch nicht mehr als soliden Werk wie „My Cassette Player“ Leben einhaucht. Die Songs, die Safura singen darf, sind dagegen austauschbar und bieder, auch wenn sie handwerklich keinen Anlass zu Kritik geben. Popmusik muss aber auffallen, um etwas beim Publikum zu bewirken, und das schaffen die Tracks auf vorliegendem Album nur bedingt.

Anspieltipps:

  • Drip drop
  • Runaway
  • Something bigger
  • From her from love
  • That means you don’t

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