B.o.B - B.o.B Presents The Adventures Of Bobby Ray - Cover
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B.o.B B.o.B Presents The Adventures Of Bobby Ray


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
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Bobby Ray vermischt gerne verschiedene Styles, wodurch seine Tracks vergleichsweise poppig klingen.

Im Sog seiner erfolgreichen Single „Nothin’ on you“ (u.a. Nummer eins in den USA, England und den Niederlanden) enterte auch das Debütalbum der Jungrappers Bobby „B.o.B“ Ray (21) aus den Vereinigten Staaten den ersten Platz der Billboard Charts und machte den Jungen aus Decatur, North Carolina zum neuen Superstar nicht nur der amerikanischen HipHop- und R&B-Szene.

Bemerkenswert ist, dass B.o.B auf „The Adventures Of Bobby Ray“ den Großteil der Instrumente selbst spielt (darunter Trompete und Piano), die meisten Tracks in Eigenregie produzierte und trotz seines Newcomerstatus auf eine stattliche Gästeliste zurückgreifen kann, die mit Künstlern wie Eminem, Lupe Fiasco, Bruno Mars, Hayley Williams (Paramore), T.I., Janelle Monáe und Rivers Cuomo (Weezer) auch auf den Alben der Topstars der Szene Eindruck machen würde.

Wer sich nun darüber wundert, was Rockmusiker wie die Paramore-Sängerin Hayley Williams (21) oder Weezer-Mastermind Rivers Cuomo (40) auf dem B.o.B-Debüt zu suchen haben, dem sei gesagt, dass HipHop und Rap nicht die ersten musikalischen Bezugspunkte von Bobby Ray waren. Erst durch ein paar persönliche Stilabenteuer und Eindrücke von D.M.X, 2Pac, The Notorious B.I.G. und Eminem entschied sich B.o.B für den Weg als Rapper/HipHopper. Hört man sich aber z.B. die Kollaboration mit Rivers Cuomo an („Magic“), ist der Sound von B.o.B auch heuer gar nicht so weit von dem entfernt, was Weezer auf ihrem letzten Album veranstalt haben.

Überhaupt mischt Bobby Ray ganz gerne verschiedene Styles, wodurch seine Tracks vergleichsweise poppig klingen und mit Straßenrap rein gar nichts zu tun haben. So erklingt in „Lovelier than you“ eine akustische Gitarre und „Airplanes“ gerät nicht nur durch das Zutun von Hayley Williams zu einer Art HipHop-Ballade mit Gitarren- und Piano-Unterstützung. Im starken „Don’t let me fall” werden ebenfalls Pianoklänge in Kombination mit fetten Beats und E-Gitarren eingebaut, „Nothin’ on you“ fungiert als fluffiger Partysong und „Past my shades“ bringt mehr Groove mit, als das komplette letzte 50-Cent-Album auf einmal.

Das Vermischen von Stilen ist freilich nicht neu und stößt bei Puristen in der Regel auf Ablehnung. Trotzdem liefert B.o.B interessante Ansätze ab, mit denen dem Genre ein paar Impulse eingehaucht werden, die es dringend nötig hat. Das ergibt unterm Strich zwar kein Meisterwerk, aber für ein Debüt eine reife Leistung.

Anspieltipps:

  • Airplanes
  • Nothin’ on you
  • Don’t let me fall
  • Lovelier than you
  • Ghost in the machine

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