Holmes - Have I Told You Lately That I Loathe You - Cover
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Holmes Have I Told You Lately That I Loathe You


  • Label: Black Star Foundation
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!


Im Jahr 2003 gründete sich in der schwedischen Gemeinde Vänersborg die fünfköpfige Band Holmes, bestehend aus Johan Björklund, Kristoffer Bolander, Larisa Ljungkrona, Daniel Zackrisson und André Robsahm. Ihren Sound möchte man fast schon als typisch nordländischen Folk-Pop bezeichnen, der wehmütig, schwer und dunkel wie die tiefste Nacht daherkommt und musikalisch noch am ehesten mit einer Mischung aus Jason Molina (Songs: Ohia und Magnolia Electric Co.) und Neil Young vergleichbar ist.

Als erstes Lebenszeichen brachten die fünf Schweden mit dem Sampler „So Far, So So“ (09/2008) einen Überblick über ihr Schaffen aus der Zeit von 2003 bis 2007 heraus. Gut ein Jahr später folgte mit „Storm” (10/2008) die Vorab-EP zum ersten Studioalbum „Wolves” (11/2008), dem nun Longplayer Nummer zwei, „Have I Told You Lately That I Loathe You“, folgt. Darauf setzen Holmes ihren auf dem Debüt eingeschlagenen Weg konsequent fort und bieten dem Hörer traurig-verträumte Musik („Breathing“), die nur selten etwas Licht ins Dunkel lässt („46“) und nicht nur deshalb rein gar nichts für suizidgefährdete Zeitgenossen ist.

Die Musik der Schweden ist natürlich nicht leicht zu verdauen und hat im Sommer nur wenig zu suchen. Ganz klar: „Have I Told You Lately That I Loathe You“ ist kein Sommer- oder Herbstalbum, sondern bedrückend schwere Kost für den tiefsten Winter mit klagendem Gesang („Afar“), quengelnden Gitarren („True lies“) und schwer aufs Gemüt schlagenden Molltönen („I still remember“). Bitter-süßer geht es kaum noch. Und man fragt sich am Ende, ob man weinen oder lachen soll, ob der herzerweichenden Klänge dieser Schweden auf den Spuren Jason Molinas.

Anspieltipps:

  • 46
  • True lies
  • Breathing
  • The strangest calm

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