Drake - Thank Me Later - Cover
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Drake Thank Me Later


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Was will uns der Künstler mit einem maximal durchschnittlichen Album wie diesem sagen?

Nach bevor der Rapper und Schauspieler Aubrey Drake Graham sein erstes offizielles Album „Thank Me Later“ am Start hat (der 23-Jährige veröffentlichte bereits ein paar Mixtapes), kann er bereits Kollaborationen mit der Crème de la Crème der internationalen Black Music für sich verbuchen. So arbeitete der in Toronto, Kanada aufgewachsene Ex-TV-Serienstar („Degrassi: The Next Generation“) schon mit Lil’ Wayne (der ihn auch für sein Label Cash Money verpflichtete), Birdman, Kanye West, Eminem, Robin Thicke, Alicia Keys, Timbaland, Jamie Foxx, Mary J. Blige, Jay-Z und K’Naan zusammen.

Damit hat Drake im Prinzip bereits vor seinem Major-Solodebüt mehr oder weniger den Status eines Superstars inne, den es mit „Thank Me Later“ zu verteidigen gilt. Dazu wurden Lil’ Wayne und Bryan „Baby Birdman“ Williams als Executive Producer und Gaststars wie Alicia Keys, Swizz Beatz, Nicki Minaj, The Dream, Young Jeezy, Jay-Z, Lil’ Wayne und T.I. ins Boot geholt. Sie unterstützen der Stil des Kanadiers, der trotz HipHop-Elementen in erster Linie im R&B-Bereich beheimatet ist. Dort macht Drake leider keinen Halt von dahinplätschernden R&B-Balladen im Stile eines R. Kelly („Shut it down“, „Unforgettable“, „Cece’s interlude“), die dem Album auf Dauer den Schwung rauben.

Zum über weite Strecken fehlenden Schwung kommt zudem, dass die Tracks nur mit einer geringen Eingängigkeit gesegnet sind, was weder auf der Beat-Seite noch durch die Hochkarätigen Featuregäste ausgeglichen werden kann. Selbst Topstars wie Lil’ Wayne („Miss me), Jay-Z („Light up“) oder Alicia Keys („Fireworks“) wirken in dem klangtechnischen Einerlei verschenkt und können ihre Stärken kaum einbringen, was gewiss nicht an der stimmlichen Dominanz von Herrn Graham liegt, der zumeist auf der Schmusewelle schwimmt und durch brutale Harmlosigkeit glänzt. Da fragt man sich am Ende schon, warum die vielen Top-Kollaborationen zustande gekommen sind und was uns der Künstler mit einem maximal durchschnittlichen Album wie diesem sagen will.

Anspieltipps:

  • Fireworks
  • Up all night
  • Find yourself
  • Best I ever had

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