The Last Tycoons - The Last Tycoons - Cover
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The Last Tycoons The Last Tycoons


  • Label: Tonetoaster/ALIVE
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf dem vorliegenden Album sind echte Knaller kaum bis gar nicht auszumachen.

The Last Tycoons aus Dublin, Irland werkeln unter diesem Bandnamen bereits seit gut drei Jahren an ihrer Karriere. Sie gehen als Support von Ian Brown, The Babyshambles und The Felice Brothers auf Tournee, veröffentlichen eine Single und schreiben an Songs für ihr erstes Album. Dies zieht sich jedoch hin, da drei der Bandmitglieder auch noch der Band The Mighty Stef des irischen Sängers Stefan Murphy angehören, der inzwischen zwei Alben und eine EP veröffentlicht hat, die es ausführlich zu promoten gilt.

Nachdem die Aufnahmen zum selbstbetitelten Debüt von Aoife Ruth (Piano, Geige, Gesang), Dan Fitzpatrick (Gitarre, Trompete, Gesang), Matthew Roddy (Bass, Violine, Gesang), Steve Fanning (Gitarre, Gesang) und Michiel Hogerzeil (Drums, Percussion) bereits 2008 begannen, vergeht durch die vielen Nebenbeschäftigungen die Zeit und erst Ende 2009 kann das Quintett sein Werk fertig stellen. Das Album bekommt in Irland gute Kritiken und zwei Singleauskopplungen charten.

Das ist Grund genug – wie schon bei The Mighty Stef – auch diese Band im übrigen Europa bekannt zu machen. Schließlich spielen The Last Tycoons ab und zu eine ähnliche Form des Indie-BritPop wie die Babyshambles ihn spiel(t)en („Not at all“, „Seven days off the road“), garniert mit einer guten Portion Folk („The dry law“), R&B („Don’t let me catch you“) und Rock’n’Roll („Good times“). Die geeignete Schublade dürfte aber am ehesten der des Folk-Rock entsprechen.

Leider geht die mitreißende Power eines Stefan Murphy den Songs der Last Tycoons weitgehend ab. Die Band hat es offenbar lieber gemächlich-entspanntes Songmaterial zu spielen („The love song“) und gibt dadurch in Albumform eine gezügelte Vorstellung ab. Auf der Bühne mag das ganz anders sein, doch auf dem vorliegenden Album sind echte Knaller kaum bis gar nicht auszumachen.

Anspieltipps:

  • Speed
  • Not at all
  • Good times
  • Who needs radio

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