Trigger The Bloodshed - Degenerate - Cover
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Trigger The Bloodshed Degenerate


  • Label: Rising Records/CARGO
  • Laufzeit: 34 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Anschallen, bitte! Das wütende Todesblei-Grindmassaker mit dezenten Core-Elementen Trigger The Bloodshed geht in die dritte Runde und wer den Jungs Jonny Burgan (Gesang), Rob Purnell (Gitarre), Martyn Evans (Gitarre), Dave Purnell (Bass) und den zwischenzeitlich durch Dan Wilding ersetzten Max Blunos (Schlagzeug) nach dem ordentlichen Debüt „Purgation“ (08/2008) den extrem lahmen Nachfolger „The great depression“ (05/2009) nicht verziehen hat, darf froh sein, dass die Talfahrt der Truppe scheinbar nur von kurzer Dauer war, denn „Degenerate“ prügelt ohne Rücksicht auf Verluste und mit Verbesserungen auf allen Fronten dem Hörer ungefragt die Seele aus dem Leib.

Schon „A vision showing nothing“ ist spannender, gewitzter und durchtriebener als der komplette Vorgänger und schraubt zudem das Aggressionslevel ordentlich in die Höhe ohne dabei auf fiese Abzweigungen zu vergessen oder den technischen Anspruch außen vor zu lassen. Einziger Wermutstropfen: Trigger The Bloodshed klingen mit ihrem tausendmal besser produzierten Neuling, der eine hervorragende Abmischung von Jacob Hansen (Heaven Shall Burn, Hatesphere, Maroon) genossen hat, den keifenden Schreien und ultrafiesen Growls wie eine 1:1 Kopie von Whitechapel oder All Shall Perish, allerdings ohne irgendwelche Maßstäbe zu setzen.

Klar, „Degenerate“ ist böse, kompromisslos und enorm zupackend, aber ähnliche apokalyptische Zustände wurden mittlerweile schon auf vielen Alben vorexerziert und der Markt an gehirnzertrümmernden Mindfuck-Alben, die von der ersten Minute an Vollgas über sämtliche Böschungen brettern (As You Drown, The Black Dahlia Murder, Molotov Solution, Job For A Cowboy, Carnifex, The Red Chord, Misery Index, Dying Fetus, The Rotted), dürfte langsam gesättigt sein. Dennoch lässt sich nicht abstreiten, dass Trigger The Bloodshed mit ihrer dritten Langrille sowohl am Songwriting, an der Produktion bzw. Abmischung und den einen oder anderen brutalen Grooves einen Quantensprung zu „The great depression“ vollzogen haben und sich somit wieder auf Kurs befinden, Fans von extremem Metal zumindest nicht mit unterdurchschnittlichen Outputs zu belästigen.

Anspieltipps:

  • De Breed
  • Hollow Prophecy
  • A Sterile Existence

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