Robbie Williams - In And Out Of Consciousness - The Greatest Hits 1990 - 2010 - Cover
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Robbie Williams In And Out Of Consciousness - The Greatest Hits 1990 - 2010


  • Label: Chrysalis/EMI
  • Laufzeit: 140 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer sämtliche Hits von Robbie Williams in kompakter Form haben möchte, greift zu dieser Doppel-CD.

Wenn man einmal ehrlich ist, gibt es bei einer Veröffentlichung wie dieser eigentlich nicht wirklich etwas zu „besprechen”: Robbie Williams (36), mit fast 70 Millionen verkauften Tonträgern der größte männliche Popstar der vergangenen Dekade, bringt mit „In And Out Of Consciousness“ sein zweites Solo-„Greatest Hits“-Album auf den Markt. Das erste erschien allerdings erst vor vier Jahren und muss nun irgendwie getoppt werden. Deshalb kann der geneigte Fan – je nach Brieftasche – zu drei verschiedenen Ausstattungsvarianten greifen: Es gibt eine einfache Doppel-CD mit 39 Songs, ein Dreifach-CD-Set mit 57 Songs (darunter 18 B-Seiten und Raritäten) sowie eine limitierte Deluxe Box mit den drei CDs sowie drei DVDs (darunter ein Live-Konzert aus dem Jahr 2005 im Berliner Velodrom).

Wer sämtliche Hits von Robbie Williams in kompakter Form haben möchte, greift zur Doppel-CD. Hier ist für relativ schmales Geld alles drauf, was man in den vergangenen 14 Jahren (Robbies Debütsingle „Freedom“ erschien im August 1996) im täglichen Pop-Radioprogramm hören kann. Mehr „kann“ die relativ unspektakuläre allerdings auch nicht leisten. Etwas interessanter wird es bei der um eine Bonus-CD ergänzten Version, auf der sich von Robbie Williams handverlesene Raritäten, Single-B-Seiten sowie bisher unveröffentlichte Tracks wie „Long walk home“ und „Email from a vampire“ befinden. Hier gibt es auch für beinharte Fans mitunter noch etwas zu entdecken, wobei auch für Herrn Williams gilt: Eine B-Seite, ist eine B-Seite, ist eine B-Seite.

Kommen wir also zum Schmuckstück in Sachen „In And Out Of Consciousness: The Greatest Hits 1990-2010“: Die Luxus-Ausgabe im Hardcover-Buchformat. Damit – und nur damit – werden die Robbie-Fans glücklich. Es gibt alle Singlehits nicht nur auf CD, sondern auch auf DVD. Die Mädels wollen ja schließlich auch etwas zum Gucken haben. In diesem Zusammenhang macht sich auch das umfangreiche Booklet mit vielen Fotos sehr gut. Die Dreingabe eines kompletten Konzertes wird ebenfalls gerne genommen, ist der gute Robbie doch eine Rampensau vor dem Herrn.

Bleibt zum Schluss nur noch eine Anmerkung: Robbie Williams und Take That haben sich wieder lieb und ein gemeinsames Album eingespielt. Damit ruht die Solokarriere des 34-Jährigen demnächst erst einmal. Aber warum kam es dazu? Liegt es vielleicht daran, dass die Karriere von Robbie mit seinen letzten Alben ein wenig in der Sackgasse geraten und das Comeback von Take That auf unerwartet offene Ohren gestoßen ist? Der Verdacht liegt nahe. Zudem dürfte die Reunion von Take That im Original-Line-Up eine kommerzielle Sensation werden. Wie das geht, zeigt schon die Single „Shame“ vom vorliegenden „Greatest Hits“-Album (im übrigen einer von zwei neuen Songs darauf). Darauf machen Robbie Williams und Gary Barlow als Duettpartner gemeinsame Sache. Das klingt versöhnlich und macht Appetit auf mehr, allerdings bedienen sich die Eröffnungsgitarrenakkorde von „Shame“ so auffällig am Beatles-Song „Blackbird“ vom weißen Album (1968), dass hier eigentlich Tantiemen für die Fab Four fällig wären. Also lasst euch nicht lumpen, Gary und Robbie!

Anspieltipps:

  • Angels
  • Eternity
  • Come undone
  • Mr. Bojangles
  • Old before I die
  • The road to Mandalay
  • I will talk and Hollywood will listen

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