Delta Spirit - History From Below - Cover
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Delta Spirit History From Below


  • Label: Rounder/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„History From Below“ wurde innerhalb eines halben Jahres im elterlichen Kellerstudio zusammen mit „My Morning Jacket”-Keyboarder Bo Koster aufgenommen.

Das Americana-Sextett Delta Spirit aus San Diego, Kalifornien legt mit „History From Below“ endlich den ersehnten Nachfolger zu ihrem hochgelobten Debütalbum „Ode To Sunshine” (12/2007), von dem es im übrigen mindestens vier verschiedene Cover-Artworks gibt. Also nicht verwirren lassen beim CD-Kauf. Denn wer die Band bis jetzt nicht kannte, wird spätestes mit diesem Longplayer nicht mehr um sie herumkommen.

„History From Below“ wurde innerhalb eines halben Jahres im elterlichen Kellerstudio von Mastermind Kelly Winrich sowie im Prairie Sun Studio C im kalifornischen Cotati zusammen mit „My Morning Jacket”-Keyboarder Bo Koster aufgenommen. Die Songs entstanden während der zwei Jahre dauernden und mehr als 290 Shows umfassenden Tournee zum „Ode To Sunshine”-Album, womit das alte Sprichwort seine Gültigkeit untermauert: „Für ein Debütalbum hast du einen Leben lang Zeit, für den Nachfolger oft nur ein paar Monate“. Nicht selten wird dadurch die Kreativität jäh ausgebremst und der Künstler landet wieder auf dem Boden der Tatsachen.

Von Zeitdruck bzw. Ideenmangel ist auf „History From Below“ allerdings und zum Glück nichts zu hören. Ebenso kommt kein Verdacht auf, dass die junge Band sich irgendwelcher Wünsche ihres Majorlabels gebeugt hätte. Delta Spirit bleiben ihrem leicht verschrobenen Americana-Stil treu, der wesentlich dichter am Indie-Rock als an Country Musik dran ist. Dadurch benötigt das neue Album durchaus ein paar Anläufe, um seine ganze Schönheit zu entfalten, obwohl schon das eröffnenden Song-Duo „9/11“ und „Bushwick blues“ (der beste Track des Albums!) ziemlich ansteckend wirkt und den Hörer frohgemut und rockig begrüßt.

Doch Delta Spirit hätten nicht diesen Ruf als Band erlangt, würden sie nicht auch bitter-süße („White table“), zu Tränen rührende („Salt in the wound“) und radikal reduzierte Folksongs („Ransom man“) in ihrem Repertoire haben, die mit anrührenden Melodien („Devil knows you’re dead“) und mitreißenden Riffs („Golden state“) für Spaß und Abwechslung sorgen. Fazit: Dieser modernen Form des Americana gehört die Zukunft des Genres!

Anspieltipps:

  • Vivian
  • White table
  • Ransom man
  • Bushwick blues
  • Devil knows you’re dead

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