Avenged Sevenfold - Nightmare - Cover
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Avenged Sevenfold Nightmare


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 67 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nicht zwangsläufig das beste, aber sicher das bis dato ergreifendste Werk der Kalifornier.

Die als High-School-Heavy-Metal-Band gegründeten Avenged Sevenfold aus Huntington Beach, Kalifornien (ein Nobelort, wo z.B. auch Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann sein Zuhause hat) haben es nach zehn Jahren und fünf Studioalben mit ihrem neuen Werk „Nightmare“ endlich geschafft: Mit Platz eins in den US Billboard Charts haben die fünf Musiker ihren bis dato größten kommerziellen Erfolg erzielt. Dabei stand die Karriere von Avenged Sevenfold noch vor einem halben Jahr auf der Kippe, als Schlagzeuger und Gründungsmitglied James Owen Sulliva (28) am 28. Dezember 2009 tot in seinem Haus aufgefunden wurde. Todesursache: Eine Überdosis aus Medikamenten und Alkohol.

Die Bandmitglieder steckten nicht auf und führten die Aufnahmen von „Nightmare“ mit Interims-Drummer Mike Portnoy (43), Gründungsmitglied der Edel-Prog-Rocker von Dream Theater, zu Ende. Dabei führen die Kalifornier den mit ihrem Wechsel zum Major Warner Bros. (bei uns erscheint das Werk über das Sublabel Roadrunner Records) eingeschlagenen stilistischen Weg fort. Sie spielen hoch melodischen Modern Metal (also eine Kombination aus klassischem Heavy Metal und Bestandteilen des Metalcore), der durchaus als kommerziell zu bezeichnen ist und den Otto-Normal-Hörer zu keiner Zeit mit zuviel Härte abschreckt. Produziert wurde das Ganze von Mike Elizondo (Eminem, 50 Cent, Rihanna, Maroon 5, P!nk), der eigentlich mehr im HipHop- und Pop-Bereich im Einsatz ist, seine Sache aber ohne Fehl und Tadel erledigt hat.

Die Band verarbeitet nicht nur den Tod ihres Freundes und Drummers mit erwartet melancholischen, meistens im Midtempobereich angesiedelten Stücken wie „Tonight the world dies“, „Victim“ und „So far away“, sie lässt ebenso klar erkennen, dass das Leben weitergeht, wie in dem an Metallicas „One“ gemahnenden „Buried alive“ oder in epischen Tracks wie dem finalen „Save me“ zu hören ist. In allen Songs ist die düstere Grundstimmung zwar deutlich vorhanden, aber die Mollklänge verziehen sich Stück für Stück und zwischendurch wird sogar mal ein wenig auf die Holzfäller-Tube gedrückt („Natural born killer“, „God hates us“). Das ergibt zwar nicht zwangsläufig das beste, aber sicher das bis dato ergreifendste Werk der Kalifornier.

Anspieltipps:

  • Danger line
  • Buried alive
  • God hates us
  • Welcome to the family

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