Lazy Guns Brisky - Catching! - Cover
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Lazy Guns Brisky Catching!


  • Label: Kastellamedia/SOULFOOD
  • Laufzeit: 25 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

2006 zu ihren High-School-Zeiten gegründet, versuchen die Mädels der japanischen Rockband Lazy Guns Brisky nun auch Europa zu erobern. Dazu haben sie ihre neue EP „Catching!“ im Gepäck. Produziert wurde der Silberling von Kenichi Asai, der ehemalige Frontmann der berühmten japanischen Band Blanky Jet City.

Die Scheibe beginnt vermeintlich stark mit „Love it!“. Leider besticht der Song nicht unbedingt mit Abwechslung, zumal er abgesehen von einer Strophe hauptsächlich aus schier endloser Wiederholung des Refrains zu bestehen scheint. Das darauf folgende „But I Know“ beginnt zunächst mit einem kraftvollen Gitarrenriff und somit einem kleinen Hoffnungsschimmer des Zuhörers. Leider werden auch hier die Gesangsparts nicht unbedingt kreativer, so dass man sich vor allem über längere Instrumentalparts freut, die im Gegensatz durchaus zu überzeugen wissen.

Erst bei „She Was“ tritt Sängerin Lucy gesanglich zumindest ein wenig in den Vordergrund. Ihre Stimme beweist sich als durchaus interessant und gibt dem Song etwas ruhiges, eher balladeskes, weshalb es wirklich schade ist, dass sie sich selbst eher wenig zur Geltung bringt. „Pretty Lights“ zeigt sich nicht nur als erster Song mit mehr Text, der sich im Vergleich zu den vorangegangenen Songs aus mehr als nur scheinbar endlosen Wiederholungen zusammensetzt. Die Melodie lädt zum Tanzen ein und bringt damit Bewegung ins Spiel. Abwechslungsreichtum in Musik und Gesang zeigen, dass die Band es durchaus drauf hat.

Ein weiteres ausdrucksstarkes Gitarrenriff bietet der Anfang von „Happy Night“. Der Songs selbst bleibt punkrockig, was erneut das Tanzbein mehr als nur mitwippen lässt. Das lange Gitarrensolo in der Mitte des Songs und das Outro runden den Song perfekt ab. Mit „Pretending“ endet der Silberling schließlich mit einem letzten Lichtblick. Der Song zeigt nochmals eine andere Seite der japanischen Band und schafft es sogar sich ins Ohr einzuschleichen. Die Gitarrenriffs erinnern fast ein wenig an Nirvana und Lucy schafft es endgültig von ihren Stimmqualitäten zu überzeugen. Klasse!

Insgesamt weiß die EP leider nicht völlig vom Hocker zu reißen, da die erste Hälfte ums nicht ganz überzeugen kann. Positiv zu erwähnen ist allerdings das Klangbild der CD. Klar abgemischt mit den nötigen Ecken und Kanten einer Rockscheibe ist sie perfekt auf das Konzept der aufstrebenden Rockband abgestimmt. Zu Gute halten muss man den Japanerinnen Englische Lyrics und das allgemein punkrockige Klangbild, das sich mühelos in der Rockszene eines jeden Landes integrieren können müsste. Schade nur, dass bei dieser Entscheidung die typische Einzigartigkeit der japanischen Musikszene auf der Strecke bleibt.

Anspieltipps:

  • Pretty Lights
  • Happy Night
  • Pretending

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